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Katharina & Joerg on tour

9. TAG: San Francisco: Demo und Cheesecake Factory

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Nach der Lauferei der beiden letzten Tage schliefen wir erst mal aus. Als wir aufwachten, schien die Sonne wieder an einem klaren Himmel und wir fragten uns, wieso wir bisher kaum etwas von dem berühmt berüchtigten Nebel in SF mitbekommen haben.

Seit wir bei der Citytour am Civic Center vorbeigefahren sind, wollte ich unbedingt mal dahingehen um Fotos zu machen. Katharina hatte Bedenken, weil dort angeblich keine gute Gegend sein sollte. Und wieder hatten wir Glück … genau an diesem Tag gab es eine Großdemo, die die Market Street südwestlich bis zum Civic Center herunterzog. Es waren die ausländischen Einwohner der USA die für ihre Rechte demonstrierten weil die Politik erwog, härter gegen die illegalen Einwanderer vorzugehen und die Grenzen nach Mexico stärker zu überwachen. Also legten an diesem Tag die Ausländer die Arbeit nieder um den Amerikanern zu zeigen, dass sie wichtig für den Staat sind. Dieses Thema ist also nicht nur in Deutschland aktuell …
Wir mischten uns also unter die friedlichen Latinos und spazierten so in Richtung Civic Center. Das war auf jeden Fall ein Erlebnis! In einer US-Großstadt bei einer Großdemo dabei zu sein! Verschiedene TV-Sender waren vor Ort, die Polizei wachte per Pferd und Geländemotorrad über die friedliche, flaggen- und schilderschwenkende Menge und abwechselnd gab es Ansprachen und Volksgesänge. Auf dem großen Platz vor dem Center tanzten Indianer in ihren traditionellen Kostümen. Lediglich einmal beschimpfte mich ein Typ in typischer Latinogangkleidung als Pilgrim, weil ich ihn gerade fotografierte. Bleibt allerdings die Frage inwiefern es Sinn macht wenn ein Ausländer einen anderen Ausländer praktisch als Eindringling betitelt … naja, egal.

Nun wollten wir zurück und zum Union Square. Dabei bot sich der direkte Weg durch Tenderloin an. Dummerweise sollte das die einzige Gegend in SF sein, die man ernsthaft meiden sollte. Aber die 2 Blocks … also gingen wir die Eddy Street entlang. Nach einem Block waren wir mittendrin. Der erste Eindruck in Stichworten, alles Schwarze, ärmlich, am Zaun sitzend, kleine Läden. Nun lag der Zweite Block vor uns und wir waren etwas unentschlossen, wollten aber nicht stehen bleiben um das offenkundig zu machen. Kurzerhand entschieden wir uns weiter für den kürzesten Weg zur nächsten, „rettenden“ größeren Straße. Auf unserer Straßenseite standen 50m vor uns eine Gruppe komplett in schwarz gekleideter Jungs im Kreis und unterhielten sich; wenn man den Filmen glauben darf also eine Gang. Wir wechselten möglichst lässig und unauffällig die Seite, vorbei an einem Gemüseladen, in dessen Schaufenster sich ein Schild dafür bedankte, dass man in Tenderloin eingekauft hat *lol*. Naja, schließlich hatten wir es geschafft. Ich fand es zwar adrenalinfördernd, ordnete es aber schließlich als cooles Erlebnis ein, welches man trotzdem nicht unbedingt wiederholen müsse.

Nun also waren wir wieder mal am Union Square und fuhren per Fahrstuhl im Macy´s rauf zu einem ganz besonderen Restaurant … der Cheesecake Factory !

Am Empfang baten wir um einen Außenplatz und bekamen daraufhin ein kleines rundes Ufo in die Hand gedrückt. Dieses würde blinken und vibrieren wenn wir dran wären. Aha. Sowas ähnliches kannten wir schon aus dem „Top of the world“ im Stratosphere in Las Vegas. Also warteten wir auf einer Couch und studierten schon mal die Essenskarte.

Nach einer Weile fing das Teil wie versprochen an zu blinken und zu buzzen. Wir meldeten uns am Empfang und wurden zu einem Platz direkt in der Nähe des großen Macy´s Schild des Gebäudes geführt. Von hier bot sich einem eine super Aussicht über das Union Square.

Zu dieser Zeit brannte die Sonne und ohne Sonnenschirm war es fast eine Qual. Nun zum Essen. Zuerst bestellten wir uns Cocktails, die einfach umwerfend waren. Statt uns dann für die gesunden Sachen oder Menüs die es auch zu Hause gibt zu entscheiden, wählten wir mal wieder Burger. Richtig große Burger, die mit Pommes nur auf einem Teller Platz fanden. Danach waren wir sooo satt, hatten aber noch gar nicht das bestellt, weswegen wir gekommen waren: Cheesecake ! Also bestellten wir jeder noch einen Cheesecake aus der ellenlangen Auswahlliste. Ich wählte einen Erdnuss-Käsekuchen und Katharina nahm einen Tiramisu-Käsekuchen. Beide waren tot lecker.

Dann rollten wir zum Ausgang, bummelten in der Market Street durch „Ross – Dress for less“ und Walgreens und kauften ein paar T-Shirts und Unterwäsche. Ross war in der Hinsicht ein Erlebnis. Der Laden ist bekannt für seine günstigen Preise, doch bei uns beiden ist er jetzt bekannt unter dem größten Chaos, welches wir je in einer Wäscheabteilung gesehen haben. Am besten beschreibt man es als riesige Grabbelständerabteilung. Auch ein Erlebnis wert 🙂

Mit dem Shuttle fuhren wir schließlich zurück ins Hotel. Wir schlossen die mobile Festplatte mit Kartenleser (von Vosonic, nur zu empfehlen als Backupgerät) und schauten am TV 3 Stunden lang unsere bisherigen Fotos an. Schließlich schliefen wir bei den „Animal Cops“ ein.

[© Copyright by Katharina & Jörg]

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