✈ Reisek☀ffer 💼

Katharina & Joerg on tour

4. TAG: Die Fahrt von Miami nach Key West

Hinterlasse einen Kommentar

10:30 … wir frühstückten diesmal in unserem Hotel (Dorchester). Zur Auswahl gab es das kontinentale Frühstück für 9,95 $ oder das Büffetfrühstück für 11,95 $. Wir entschieden uns für das Zweitere. Es gab reichlich Auswahl und sogar frisches Obst.

OCEAN DRIVE

Nach dem Frühstück holten wir das Auto aus dem Parkhaus, kauften auf dem Hinweg noch 2 Kühlschrankmagnete als Andenken und ein paar Postkarten. Wir checkten gegen 11.30 Uhr aus und fuhren noch 2x den Ocean Drive hoch und runter während wir filmten und Fotos machten. (wir filmten im Urlaub öfter Teile unserer Fahrten um sie evtl. im Zeitraffer für den geplanten Urlaubsfilm zu verwenden)

Miami Beach

Miami Beach

Schließlich machten wir uns auf den Weg nach Key West. Zuerst fuhren wir jedoch noch durch die Calle Ocho, die Hauptstraße durch das kubanische Viertel „Little Havana“ von Miami. Sicherlich wäre es besser gewesen das zu Fuß zu genießen, aber dafür hatten wir leider keine Zeit. Dieses Viertel soll am Abend besonders sehenswert sein.

Der Weg über die Keys, hier mit freier Sicht auf das Meer

Die Fahrt über die Keys ist nicht besonders spannend weil der Blick auf die Sümpfe und das Meer durch Sträucher und Palmen verdeckt ist – man bekommt kein Inselfeeling, zumindest auf der meisten Zeit der Strecke.

BAHIA HONDA STATE PARK

Unterwegs hielten wir in Key Largo an einem Souvenirshop „Shell World“ (Milemarker 106) und später im Bahia Honda State Park auf dem Bahia Honda Key.

Bahia Honda State Park auf dem Bahia Honda Key

Wir hatten das perfekte Timing, denn in 45 Minuten (also knapp nach Sonnenuntergang) würde der Park schließen. Hier kann man den Teil einer alten Brücke betreten, der mittendrin unterbrochen ist (wohlgemerkt mitten im Meer, sozusagen links der Atlantik, rechts der Golf von Mexiko). Von unserem Standpunkt am Abgrund der Brücke waren es etwa 50 bis 100 m bis zum gegenüberliegenden Teil der Brücke. Durch den Zoom der Kamera konnte man dort überall Beton-Trümmerstücke erkennen … vielleicht verursacht von einem Hurrikan.

kaputte, alte Brücke im Bahia Honda State Park

Zurück am Strand konnten wir einen wunderschönen Sonnenuntergang mit Blick auf die kaputte Brücke genießen. Außer uns gab es am Strand nur noch ein anderes Pärchen.

Sonnenuntergang im Bahia Honda State Park

Wir verließen gegen 18 Uhr den Park und fuhren weiter Richtung Key West. Es war schon dunkel und die erlaubte Geschwindigkeit wird nachts durch die Straßenschilder von 45 auf 35 mph herabgesetzt. Diese Einschränkung ist wichtig, weil hier viele Tiere die Straßen passieren. Uns ist wenig später ein undefiniertes Tier knapp vor das Auto gelaufen. Es gab auch Schilder, die darauf hingewiesen haben, dass hier viele bedrohte Tierarten leben und man während der Fahrt besonders acht geben soll.

KEY WEST BED & BREAKFAST

Wir erreichten Key West Bed & Breakfast in der Williams St 45 Minuten zu spät, etwa um 18:45, aber Lizzy meinte das macht nichts … sie und Buddy, einer ihrer Hunde, empfingen uns herzlich. Sie erklärte uns das Haus und die nähere Umgebung so begeistert als wenn wir ihre ersten Gäste wären. Lizzy, das Haus und unser Zimmer hauten uns um. Wir fühlten uns als wenn wir dort privat als Freunde einziehen würden. Lizzy war nicht der Besitzer, trat aber so selbstbewusst auf, dass Jörg sie fragte, ob sie das alles alleine managen würde. Sie lachte, tippte sich an die Schulter und zuckte mit einer „heiß, hab mich verbrannt“- Geste zurück. Nein, so „hotte“ frau wäre sie dann doch nicht, aber verdammt, sie hätte es vielleicht behaupten sollen. Eigentlich machen sie die Arbeit zu siebt, waschen, einkaufen, Zimmerservice, Kochen etc.

Lizzy bat uns, ihren Hund nicht zu füttern damit Buddy nicht zu „Fatty“ würde. Sie sprach Buddy dabei wie Bäddy aus. Deswegen dachten wir zuerst Buddy wäre eine Hündin namens Betty. Sie begründete die andere Aussprache mit ihrem Akzent (?).

Unser Zimmer war im 2. Stock, sehr geräumig, direkt unterm Dach. Es hatte ein Bogenfenster bis zum Boden mit Holzläden von Innen. Die Möbel im Zimmer sind 100 Jahre alt und aus massiven dunkelgebeizten Holz.

Unser Zimmer im B&B Key West

Das Bad war ebenfalls sehr schön, mit einem großen Fenster (was sehr selten vorkommt, hier und in Deutschland) und großzügiger Ablage und Dusche. Als wir das Zimmer betraten waren die Fenster weit offen und der Wind blies angenehm durch. Zu der Jahreszeit trifft man in Florida kaum auf Insekten, so dass wir die Fenster auch abends offen lassen konnten. Für mich, wg. meiner Insectophobie, sehr angenehm. Bisher konnte ich auch keine lästigen Insekten sichten und hoffte, dass es auf der weiteren Reise auch so bleiben würde.

Die Pension hatte noch ein identisches Zimmer auf unserer Etage und noch weitere im Erdgeschoss und im 1. Stock. Alle anderen Zimmer müssen sich 2 Bäder teilen. Wir haben uns zwar im Vorhinein für ein Zimmer mit eigenem Bad entschieden, aber auch die Alternative mit einem gemeinsamen Bad wäre kein Problem. Die Bäder waren sehr schön und gepflegt. Lt. Aussage von Lizzy war die Pension bis Anfang Januar komplett ausgebucht.

Das ganze Haus hat uns bis zum kleinsten Detail begeistert und wir waren uns einig, dass es ein Traum wäre in so einem Haus zu leben. Das Wohnzimmer (Gemeinschaftsraum) und die Küche waren sehr gemütlich eingerichtet. Draußen befand sich ein Whirlpool, eine kleine Sauna und Tische mit Stühlen, wo man u. a. frühstücken konnte. Vorne zur Straße gab es eine Veranda mit Liegestühlen, im 1 Stock auf dem Balkon eine Hängematte und eine Schaukel.

Jörg (iii-aaah) schleppte unser Gepäck über die Treppen hoch ins Zimmer und wir machten uns direkt auf den Weg zum Hafen um etwas zu essen. Wir spazierten die Holzstege entlang, vorbei an den angelegten Booten und den direkt anliegenden Restaurants und kleinen Geschäften.

Lizzy hatte uns mehrere Restaurants empfohlen, darunter das „Turtle Kraals“.

Das Restaurant befand sich direkt am Hafen und war wie eine Sportbar aufgebaut. An den Wänden hingen große Flatscreens und darauf lief das aktuelle Footballspiel in HD –Auflösung (in den USA weit mehr verbreitet als in D). Direkt an der Bar saßen ein paar Gäste und schauten sich bei einem (oder dem Blick nach: mehreren) Bierchen das Spiel an.

Wir teilten uns eine Portion Fish & Fries (Pommes) und gönnten uns hinterher ein Dessert: Ich wählte den für Florida berühmten Key Lime Pie (Limettenkuchen).

KEY LIME PIE

Der Kuchen ist besonders auf den Keys sehr verbreitet und wird aus Eigelb, süßer Kondensmilch und Limettensaft hergestellt. Die Kruste wird aus Crackern oder Butterkeksen zubereitet, obendrauf kommt entweder Schlagsahne oder Baiser. Wirklich empfehlenswert und sehr lecker! Wie wir später herausfanden, schmeckt dieser Kuchen nirgends gleich, da es auf den Keys (und auch im restlichen Florida) einen ständigen Wettbewerb um das beste Rezept für diesen Kuchen gibt und einige den jährlichen „Key Lime Pie Contest“ gewinnen wollen.

Jörg bestellte einen Blueberry Pie (Blaubeerkuchen), ich muss aber sagen, dass dieser meinem Key Lime Pime nicht das Wasser reichen konnte. 🙂 Jörg schmeckten aber beide toll und ab nun stand er für den Rest der Reise scheinbar auf Blueberry in allen Erscheinungsformen, Sirup, Muffins, Pie …  😀

[Jörg:]
Neben unserem Tisch saß ein Mann an der Theke. Unter seinem Thekenhocker lag brav sein Hund. Er sprach uns an und entschuldigte sich für seine Hündin Morgan und wollte wissen, ob sie uns stört. So kamen wir ins Gespräch an und er erzählte, dass er oft hier ist und die Gegend praktisch Morgan´s „backyard“ (Hinterhof/Revier) sei weil er „hier“ (sein Daumen wies in die eine Richtung) auch sein Boot hat und direkt um die Ecke (sein Daumen wies in die andere Richtung) sein Haus steht. Morgan wäre sein Baby. Diese Aussage sollten wir später von anderen Tierbesitzern noch öfter hören.

Auf dem Rückweg ins Hotel spazierten wir noch an einem Souvenirladen vorbei. Draußen war es inzwischen frisch und sehr windig. Der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht war hier immer enorm. Gegen 21 Uhr waren wir wieder im Hotel, im Bett schauten wir uns noch die heute geknipsten Fotos auf dem Subnotebook an.

[© by Katharina & Jörg]

Link-Tipps:

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s