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Katharina & Joerg on tour

10. TAG: Shy Wolf Sanctuary, Gulf Coast Town Center, Kino & TGI Friday

Ein Kommentar

Schon um 6.00 Uhr klingelte unser Handy-Wecker und wir schälten uns aus dem Bett. André hatte heute Geburtstag und die beiden empfingen uns zum Frühstück wieder auf der Hollywoodschaukel … wir hatten heute unser eigenes Frühstück, nämlich Kokos-Sahne-Kuchen zu Andrés 40. Geburtstag !

Andrés 40. Geburtstag 🙂

Shy Wolf Sanctuary

Nach den Geburtstagsdrückern und dem „Frühstück“ machten wir uns auf den Weg zum „Shy Wolf Sanctuary“.

Um 08:30 Uhr waren wir da, etwas zu früh. Um 9 Uhr bimmelten wir an einer Glocke und wurden eingelassen. Wir waren die ersten und wurden von einer netten Dame fortgeschrittenen Alters und rauer Stimme freundlich begrüßt. Wir standen in einem dicht bewachsenen Gebiet vor der Veranda eines Hauses. Schon wenige Meter weiter waren Gehege und wir konnten Wölfe und Wolfshunde umherstreifen sehen. An verschiedenen Stellen waren rautenförmige gelbe Schilder aufgehangen mit „Wolf crossing“, „Panther crossing“, „Squirrel crossing“ und noch viel mehr. Die Veranda machte einen etwas chaotischen Eindruck und die Frau trug zu dem Eindruck auch etwas bei (wobei das auch wieder liebenswert gemeint ist).

Wir gingen auf die Veranda und sahen direkt einen großen Vogelkäfig mit einem Eichhörnchen. Es flitzte durch den Käfig und kam ohne Angst und schnupperte neugierig an unseren Fingern. Die Frau erklärte uns, dass sie Squeek als Baby gefunden hatte und er sich nicht mehr auswildern ließ. Sie öffnete den Käfig und setzte heruntergefallene Stofftiere auf die Stangen im Käfig. Darunter waren eine kleine und eine große Biene und dann gab es ein großes Spektakel: Die Frau hetzte das Eichhörnchen mit einem spaßig-bösen „get the bee !“ auf die Bienen und Squeek fiel die armen Stofftiere an und rang sie zu Boden. Sie wiederholte immer wieder mit rauher Stimme „get the bee !“ und Squeek spielte wild mit den Stofftierchen. Wir haben uns halb kaputt gelacht 🙂

(auf das Bild klicken um zu vergrößern)
Shy Wolf Sanctuary bei Naples

Irgendwann hatten sich einige Besucher versammelt und wir wurden der reinen Erwachsenengruppe und einer anderen Führerin zugeteilt. Sie hätte wohl zur Not deutsch gesprochen, aber das erwies sich als unnötig. Wir begannen unsere Tour vorbei an etlichen Gehegen. Neben dem festen Team arbeiteten hier etliche Freiwillige kostenlos (Volunteers). In einem Käfig saß ein Mann gemütlich auf dem Boden und ein Panter schmuste mit ihm.

(Bild anklicken um zu vergrößern)
Shy Wolf Sanctuary bei Naples

Aber auch andere Raubkatzen waren mit ihren Pflegern sehr vertraut. Unsere Führerin (den Namen haben wir leider vergessen) erzählte uns die Geschichte zu fast jedem Tier. Meistens handelt es sich um Raubtiere, die sich Leute als kleines Baby besorgen und schließlich nicht mehr mit ihnen klar kommen. Es gab aber auch einen Fall in dem Animal Planet Aufnahmen von Tieren machen wollte. Nachdem das Sanctuary das nach schlechten Erfahrungen mit durch das Kamerateam verrückt gemachte Tiere abgelehnt hatte besorgte sich der Sender anderweitig Tiere und gab sie nach Gebrauch dort ab (soviel zu Tiersendern). Es gab Tiere aus aufgelösten Zirkussen, Überschüsse aus Zoos, verletzt aufgegriffene Tiere und etliche andere Geschichten. Durch die Herkunft waren also viele der Katzen relativ zahm und an Menschen gewöhnt. Viele der Wölfe waren eigentlich Wolfshunde, d. h. Wolf-Hund-Mischungen mit einem noch hohen Wolfsanteil.

Die Raubkatzen konnten wir nicht berühren, aber dann konnten wir endlich in ein Gehege hinein. Unsere Führerin sagte uns aber, dass die drei Wölfe uns ausweichen werden und wir sollten ihnen dazu Raum geben und vorne bleiben. Sie meinte aber auch, dass sie zu uns kommen würden, wenn wir etwa eine Stunde bleiben würden.

Der Maschendrahtzaun verläuft übrigens auch etwa einen Meter knapp unter dem Boden, damit sich die Wölfe nicht heraus buddeln. In einem Fall hatte sich ein Fuchs aus seinem Gehege in das Gehege einer Raubkatze gewühlt und verlor auf dieses Weise einen Teil eines Beins. Nachdem sich der Fuchs den Stumpf immer wieder wund geleckt hatte, mussten sie schließlich das Bein komplett amputieren. 😦

Weiter ging es. In ein anderes Gehege durften nur die Frauen aus unserer Gruppe weil das Alpha-Tier mit Männern nicht klarkäme. Hier durften die Frauen dann auch die Tiere streicheln wenn sie von alleine ankamen … und sie kamen und genossen es 🙂

Vor einem weiteren Gehege mussten sich alle in eine Art Schleuse auf Bänke setzen. Dann brachte sie uns einen großen Wolf, der direkt allen die es zuließen zur Begrüßung durchs Gesicht schlabberte (Wolfskuss) *grins*. In zwei weiteren Gehegen konnten wir frei mit den Tieren interagieren und die Wölfe und –hunde genossen die Streicheleinheiten sichtlich.

(klicke auf das Bild um zu vergrößern)
Shy Wolf Sanctuary

Shy Wolf Sanctuary

Im letzten zahmen Rudel sagte die Führerin uns, dass ein paar der Tiere zur Adoption frei wären und sie uns deswegen solange bei ihnen lässt, falls jemand vielleicht Interesse hätte.

Nachdem wir das letzte Gehege verlassen hatten bekamen wir noch kleinere Käfige zu sehen in denen sich Füchse zum Schlafen eingekuschelt hatten (unheimlich süß!). Einer der Füchse machte ein riesiges Theater, schmiss sich gegen sein Gitter und bettelte penetrant um Streicheleinheiten ! Wir haben wirklich gestaunt und so etwas weder jemals gesehen noch hätten wir es wahrscheinlich geglaubt. Man konnte zumindest das Fellchen streicheln, welches durch das Gitter überstand. Als wir uns entfernten und ich etwas verzögert zur Gruppe aufschloss bellte mich der Fuchs fast an und schmiss sich wieder unwiderstehlich knuffig gegen das Gitter. So intensiv fordernd sind nicht einmal unsere Katzen 🙂 Anschließend konnten wir noch Schildkröten bewundern.

Shy Wolf Sanctuary

Wir kamen zum Ende. Es gab keinen Eintrittspreis, stattdessen wurde um freiwillige Spenden gebeten. Ich warf die verabredeten 20$ pro Person hinein und wegen meiner alten liebe zu Wölfen noch einen Bonus aus eigener Kasse. Die Führung dauerte über zwei Stunden und wenn man bedenkt was man in irgendwelchen Themenparks bezahlt und für wen das Geld ist, dann war uns die Sache das Geld für die schönen Begegnungen wert.

Wir brachen auf und zweitfrühstückten um etwa 11.45 Uhr warm in einer Denny´s Filiale.

Danach beschlossen wir zur Mall „Gulf Coast Town Center“  ins Kino zu fahren und uns vorher etwas in den Geschäften umzuschauen. Vor dem Film blieb uns nicht viel Zeit, also reichte es nur für einen Bummel durch den riesigen „Bass Pro Shop“, einem Sportausrüster mit Schwerpunkt auf Angel-und Jagdsport. Wer hier für sein passendes Hobby nicht fündig wird, dem kann wahrscheinlich nirgends geholfen werden.

Ihr müsst Euch übrigens vorstellen dass man bei sommerlichen 25°C über weihnachtlich geschmückte Parkplätze (an den Palmen hängen große rote Schleifen) geht und dabei von entsprechender Musik beschallt wird, einfach witzig 🙂

Als wir zurück zum Auto gingen, parkte neben dem Mietwagen (Toyota Rav4) von Nadine und Andrè, der in Europa als mitlerer Geländewagen gelten würde, ein großer Ford (der zusätzlich noch hochgelegt war). Noch ein Beweis dafür, dass in den USA alles etwas größer ist.

(per Klick Bild vergrößern)
oben: der große Basspro-Outdoorladen
unten: der Größenunterschied: Rav4 vs. Ford Pickup

Kino

Um 14.30 sollte unser Film beginnen: Gerade Katharina und ich waren als regelmäßige Kinogänger gespannt, wie das hier ablaufen würde und wie so ein Kino aufgebaut ist.

Die Vorhalle war schon mal riesig und es war klar, dass wir standesgemäß zum Popcornstand gingen. Da ich mit VISA zahlte, merkte ich nichts von den Preisen … die wären mir für das Erlebnis im gewissen Rahmen auch egal gewesen. Dabei liegt die Betonung auf „gewisser Rahmen“. Als Nadine mir später erzählte dass die mittleren Popcorn 20$ gekostet haben dachte ich ehrlich erst mal dass sie mich verkaspern will.

Kino im „Gulf Coast Town Center“

Also ok, für´s nächste Mal: Nicht alles ist in den USA billig und genauso wie in Deutschland sollte man seinen Knabberkram besser selbst mit ins Kino schmuggeln. :-))) Die Karten waren mit 8$ pro Person aber OK.

Nun aber zurück zum Kino: Die Filme liefen hier den ganzen Tag über, zudem wurden auch IMAX-Filme und aktuelle Kinofilme in 3d angeboten. Das gibt es bei uns nur in den größeren Städten. Wir gingen zu unserem von ungefähr insgesamt 10 Sälen. Die Sitzreihen waren sehr steil ansteigend und die Leinwand recht groß. Zudem gab es Behindertenplätze: Mitten in der Reihe gab es Stellplätze für Rollstühle und nebendran zwei normale Sitze für die Begleitung. Überhaupt soll an dieser Stelle mal gesagt sein, dass die USA scheinbar überall standardmäßig Behinderte und Kinder immer in ihre Planungen ein berechnen; wieder eins der vielen Dinge von denen sich Deutsche statt zu lästern lieber mal ein Stück abschneiden könnten.

Ach ja: Der Film hieß „Bolt“ und ist der neueste Disney-Pixar Film von dem wir bei uns noch nicht mal einen Trailer gesehen haben. Wir haben uns schlappgelacht ! Ist die Frage ob wir den Film auf deutsch genauso witzig finden würden – Katharina und ich meinen, dass in einer anderen Sprache der „den Witz habe ich schon zigmal gehört“-Effekt ganz zurück auf Null gesetzt wird. Dazu kommt sicher auch noch die Freude, dass man den Witz mit seinem unperfekten Englisch überhaupt verstanden hat 🙂

Übrigens waren wir ja in einer Nachmittagsvorstellung UND in einem kindergeeigneten Film. So etwas kann man in Deutschland nicht machen, zumindest nicht wenn man den Film ohne Krach, lautes Gerede und Geschrei genießen will. Hier waren eine Menge Kinder in der Vorstellung, die sich aber alle ruhig verhielten. Auch das sollte unseren Erziehern hierzulande zu denken geben …
Die einzigen Geräusche waren gegen Ende des Films schluchzende und sniefende Kinder. Ein Junge tat uns richtig leid, er war so traurig, dass er sich kaum noch einbekam … aber dafür gibt es ja das Happy-End am Schluss 🙂

Der Sonnenuntergang am Pier in Naples

Nach dem Film mussten wir und dann doch schon zurück nach Naples aufmachen wenn wir den Sonnenuntergang noch einmal Filmen wollten. Doch leider war gegen 17 Uhr schon so knapp, dass es für eine Langzeitaufnahme nicht mehr reichte. Also genossen wir einfach so noch einmal den superschönen Sonnenuntergang mit all seinen unglaublichen Farbpaletten und den in Schwärmen über den Golf fliegenden Staren. Während die anderen drei sich mit einem Schweizer Pärchen unterhielten fotografierte ich die Silhouetten der Pier-Angler und versuchte interessante Langzeitaufnahmen von den Pierbesuchern zu machen.

(per Klick Bild vergrößern)
Pier in Naples

Birthday Dinner im TGI Friday

Danach ging es zu André´s Happy Birthday Dinner ins TGI Friday (Thank God It´s Friday, witziger Name für eine Restaurantkette).
Das Essen war sehr lecker und das Local sehr nett aufgebaut und sehr gemütlich.

Irgendwie wusste die Bedienung dass André Geburtstag hatte und kam nach dem Essen an den Tisch, brachte ihm eine kleine Eisspeise und sang im 3er Team ein Ständchen. Es kam so überraschend, dass wir nicht schafften ein Foto zu machen. Katharina hatte aber die Videokamera gezuckt und geschafft ein Teil von dem Gesang aufzunehmen 🙂

André fühlte sich dabei gar nicht so wohl :-))) aber schon wenige Minuten später erklang auch an einem anderen Tisch eine weitere Geburtstagsmelodie … klar, für die hier im Restaurant war das alltäglich und André musste sich gar nicht doof vorkommen. Wir aßen warm und zum Dessert wählten wir wieder Kuchen. Eigentlich hatten wir alle gar keinen Hunger mehr, aber es schmeckte einfach… 😉

[Katharina]:
Als unsere Bedienung zum Tisch kam um sich vorzustellen (in den USA so üblich) und wir die Getränke bestellen wollten, fragte sie uns nach unserer ID-Card, (Ausweis). Wir bekämen nur alkoholische Getränke, wenn wir über 21 sind. Wir schauten echt total verdutzt, denn optisch würde wohl niemand uns auf unter 21 einschätzen. Leider hatte ich mein Portemonnaie im Hotelsafe und konnte mich somit nicht ausweisen, also bekam ich gesagt, dass ich kein alkoholisches Getränk ausgeschenkt bekomme und bekam alkoholfreie Cocktails empfohlen. Ich muss zugeben, dass mich das schon etwas verärgert hat und als Kompliment konnte ich das auch nicht mehr auffassen. Aber Vorschrift ist Vorschrift und darüber zu diskutieren würde hier nichts bringen. Ich bestellte eine Cola Light und trank hin und wieder von Jörgs Cocktail. 😉

[Jörg]
Tatsächlich sind die Bedienungen (und ich glaube auch die Verkäufer in Läden) dazu angehalten sich von „allen Personen die optisch jünger als 40 zu sein scheinen“ den Ausweis vorlegen zu lassen.

Zurück im Hotel nahm ich einen Haufen Wäsche und warf ihn in eine Maschine in der Coin Laundry. Inzwischen hatten es sich die anderen mit einem Drink im Whirlpool gemütlich gemacht und ließen sich im Whirlpool dampfgaren. Ich gesellte mich dazu und schmiss zwischendurch die Wäsche in den Trockner.
Nadine und Katharina gingen nach dem heißen Whirlpoolbad ein paar Runden im Pool schwimmen.

Am Ende des Abends schliefen wir bei Scrubs ein und freuten uns über jeden verstandenen Witz 🙂

[© by Katharina & Jörg]

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