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Katharina & Joerg on tour

16. TAG: Orlando: Disney World – Epcot

Ein Kommentar

Um 08:00 Uhr ging ich zur Rezeption und besorgte uns die Übersicht über die Shuttlezeiten.  Jeden Tag bot das Hotel nämlich an mit einem Bus kostenlos zu fast allen großen Themenparks zu fahren. Wir duschten und waren gegen 10:00 Uhr fertig.

Gegen 11:00 fuhr unser Shuttle. Als der Bus hielt fragte ich dummerweise nicht nach, ob wir gerade am Epcot gehalten haben. Und so standen wir vor den Disney Hollywood Studios, die wir heute gar nicht besuchen wollten. Zum Glück gab es einen Fährservice, der verschiedene Hotels und auch das Epcot-Center anfuhr, was aber von hier aus ausgerechnet die letzte Station sein würde. Wir würden zwar eine halbe Stunde verlieren aber auf der Fahrt konnten wir die wirklich beeindruckenden Disney-Hotels bewundern in denen eine Übernachtung allerdings ihren Preis hat.

Disney´s Epcot Center

Um 12:00 Uhr betraten wir endlich das Epcot-Gelände und zahlten 75$ für den Eintritt.  Das ist der übliche Preis für einzelne Tage in den Disney Parks. Man kann es zwar günstiger bekommen, aber dazu muss man sich direkt auf mehrere Tage einlassen und das wollten wir nicht, weil wir nicht wussten was uns erwartet und ob es uns gefallen würde. Es gibt auch Kombi-Tickets für mehrere Parks. Wenn man vorher klar weiß, was man wann besichtigen möchte, lohnt es sich ein Kombiticket auf jeden Fall und auch hier sollte man noch die Preise vergleichen und nach Rabattaktionen Ausschau halten.

Wir hatten uns grob im Internet über die einzelnen Attraktionen informiert. Auf youtube kann man einige Videos schauen, aber ich finde es doof sich vor dem eigenen Besuch zu viel anzuschauen und sich damit einen Teil des Erlebnisses kaputt zu machen.

World Showcase

Durch die Fahrt mit der Fähre waren wir nicht am Eingang gelandet sondern in der Hälfte von Epcot, die sich am besten als dauerhafte kleine World-Expo beschreiben lässt. Hier werden Länder wie Frankreich, Norwegen, China , Mexiko, Marokko, Italien, USA, Japan, Kanada, Großbritannien und auch Deutschland vorgestellt. Diese stellen sich durch Häuser im typischen Stil des jeweiligen Landes vor. Dort gab es je ein Restaurant mit ebenso typischen Gerichten, sowie Shops, in denen man die landestypischen Artikel kaufen kann. In jedem Land arbeiteten auch tatsächlich Verkäufer und Kellner der entsprechenden Nationalität. Dieser Bereich hatte uns zwar nicht sonderlich interessiert, aber wir schauten trotzdem fast überall rein. Vor allem die Darstellung Deutschlands interessierte uns natürlich.
Von den üblichen Klischees wie Kuckucksuhren, Dirndl, Bierhumpen, blau-weißen Karos und Bayern München-T-Shirts waren wir wenig überrascht. Eine neue Perspektive auf Deutschland bekamen wir eher durch den Schmuck- und Kunsthandwerksladen, die Steiff-Tiere und den Brunnen, über dem Siegfried der Drachentöter gerade einen Drachen bezwang. Wir sind also ein wenig das Land der alten Handwerkskunst, der Ritter, Sagen, märchenhaften Wälder und allem was dazu gehört, sehr interessant. 🙂

(klicke auf das Bild um zu vergrößern)
Epcot: World Showcase
Bild oben: Frankreich
Bild unten: Marokko

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Epcot: World Showcase
Bild oben: Norwegen
Bild unten: USA

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Epcot: World Showcase
Deutschland

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Epcot: World Showcase
Bild oben: Japen
Bild unten: China

Vorgehensweise in den Themenparks & Erklärung zu den Rides

Wir verließen das Worldshowcase und orientierten uns anhand der Karte des Parks. Unsere Vorgehensweise sollte in allen Parks dieselbe bleiben: Wir bewegten uns in Richtung der Attraktionen die uns interessierten, aber wenn wir ein einer anderen Attraktion vorbeikamen bei der auf der Anzeige nur 5 Minuten Wartezeit angezeigt wurde, dann nutzten wir die Gelegenheit für den Ride.

Zur ersten Orientierung: Es gibt „Rides“ und „Shows“. Der Begriff der Show sollte klar sein, aber bei den Rides gibt es Unterschiede: Dies kann eine Achterbahn sein, eine Fahrt in einer Wildwasserbahn, eine Art Themenbahn oder gar nur eine virtuelle Fahrt.
Eine Themenbahn (wie ich sie nenne) funktioniert wie eine Geisterbahn:  Man setzt sich in einen Wagen und fährt dann durch meist liebevoll detaillierte und aufwändige Szenarien, bei denen oft sogar Geschichten oder gar Lehrreiches erzählt wird.

Eine virtuelle Fahrt funktioniert anders: Man sitzt mit mehreren Besuchern in einer Reihe und schaut einen Film, der zusammen mit den beweglichen Sitzen eine meist rasante Fahrt vortäuscht. Das hört sich vielleicht unspannend an, aber ich sag immer wieder: Wenn die Amis etwas können, dann ist es Show und Unterhaltung ! Auch wenn man manchmal vielleicht nicht viel erwartet oder sich sogar vielleicht gar nicht für einen Ride interessiert – so ändert sich das doch oft nach der Fahrt.

Unser erstes Highlight hier war der Themenride „Spaceship Earth“ (Raumschiff Erde). Er befindet sich in der großen weißen Wabenkugel, dem Wahrzeichen des Epcot-Centers.
Hier bekommt man während der Fahrt anhand von detailliert aufgebauten Szenen die technische Entwicklung der Kommunikation erklärt. Das hört sich trocken an, ist aber wirklich toll gemacht. Man sieht hier keine Pappkameraden oder Wachsfiguren, sondern oft sehr natürlich animierte Menschenpuppen. Nachdem die Fahrt mit einem Blick auf die Erde endet,  kann man sich auf der Rückreise nach Beantwortung einiger Fragen einen kleinen witzigen Film anschauen, der einen selbst in einer möglichen technisch fortgeschrittenen Zukunft zeigt. Ach das klingt so trocken, macht aber total Spaß, garantiert !

Am Ausgang des Rides kann auf einem großen Bildschirm anhand der Weltkarte sehen wo die einzelnen Besucher dieses Rides herkommen. Man kann sogar direkt vor Ort Emails mit einem witzigen Foto von einem selbst versenden. Viel Spielerei, die Spaß macht.

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Epcot: Spaceship Earth

Als nächstes wollten wir die virtuelle Fahrt „Soarin’ “ besuchen, aber die Wartezeit war über 50 Minuten. Da wählten wir doch erst mal den Bootride „Living with the land“. Der Ride führte über Gewächshäuser  und erzählte von der erfolgreichen Züchtung von neuen, ergiebigeren und widerstandsfähigeren Pflanzenarten (vor Ort wohlgemerkt) aber ich war auf so eine Lehrstunde nicht vorbereitet und konzentrierte mich kaum auf die Erklärungen.

Soarin´

Nun stellten wir uns also doch bei Soarin´ an… Die Wartezeit war inzwischen sogar auf etwa 1 Stunde angestiegen. Aber auch während der Wartezeit wird man zumindest bei den größten Highlights gut unterhalten:  Auf riesigen Bildschirmen konnte die Warteschlange, ähnlich wie bei Eyetoy, durch gemeinsame Bewegung verschiedene Spiele steuern, wobei die Gruppe eines Bildschirms gegen die Gruppen der anderen Bildschirme antrat.

Zum Beispiel musste ein Adler durch Schluchten im Wettrennen gegen die Adler der anderen Bildschirme gelenkt werden; dies geschah einfach indem sich möglichst die ganze Gruppe nach links oder rechts lehnte um den Adler eine Links- oder Rechtskurve fliegen zu lassen. Witzig war dazu noch, dass der Computer für den ganz linken Bildschirm offensichtlich Probleme hatte und 2 oder 3 mal neu ins Windows bootete 🙂

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Epcot: Soarin’ (Die Warteschlage mit den Eyetoy-Spielen) 

Trotzdem war die Wartezeit etwas aufreibend und um es vorweg zu nehmen: Der Ride dauerte nur 6 Minuten. Es hatte sich allerdings gelohnt: Wir setzten uns in eine Reihe Sitze, schnallten uns fest und hatten keinen Schimmer, was nun folgte. Die ganze Sitzreihe wurde nach oben und nach vorne gehoben, so dass wir vor einer halbkugelförmigen Leinwand schwebten. Als dann unser „Flug“ mit einem Drachengleiter samt durch die Sitze simulierten Bewegungen losging war das Fluggefühl erstaunlich echt, zumal man sogar ordentlichen Fahrtwind in unsere Richtung blies. Wir flogen auf diese Weise über verschiedene Highlights des Südwestens der USA, die uns überwiegen bekannt vorkamen 🙂

Schade war nur, dass das Ganze wirklich so schnell vorbei war und es keine Übergänge zwischen den verschiedenen Landschaften gab…  Sie wechselten einfach, wie beim Umschalten am TV.  Trotzdem: Absolute Empfehlung!!!

Als nächstes wollten wir uns die Show “Honey, I shrunk the Audience” anschauen. Es hat sich ehrlich gesagt nicht gelohnt: Es handelte sich um einen 3D-Film mit bewegten Sitzen, Wind und kleinen Wassersprüheffekten und die Handlung war an die 80er Komödie „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“ angelehnt. Die 3D-Technik war jedoch auch entsprechend alt und wer heute einmal in einem Kino einen aktuellen 3D-Film anschaut weiß, was wir meinen. Manche der Parkattraktionen in den Themenparks sind einfach veraltet, aber man kann sich gut orientieren wenn man einfach darauf achtet von wann ein Film ist, an welche die Rides ja meist angelehnt sind. Klar dass ein „Fluch der Karibik“-Ride (2000er) wesentlich moderner als ein Ride mit Thema „Zurück in die Zukunft“ (80er) ist. 😉

Nun gingen wir in einen anderen Bereich des Parks und fuhren als erstes mit dem Themenride „The Seas with Nemo and friends“. Wir setzten uns in eine fahrende Muschel („Clamobil“) und fuhren durch eine Unterwasserlandschaft, in der sich immer wieder Nemo und Freunde auf geschickt in die Landschaft integrierten Flatscreens mit uns bewegten – ein liebevoll detaillierter Ride.

(klicke auf das Bild um zu vergrößern)
Epcot: The Seas with Nemo and Friends

Ein paar Meter weiter würde gleich

“Turtle talk with Crush” beginnen, also nichts wie hin 🙂 Wir setzen uns in einen kleinen und voll besetzten Saal mit vielen Kindern: Schon bald erschien auf dem großen Bildschirm ein perfekt animierter Crush, die Schildkröte aus „Findet Nemo“ und unterhielt sich tatsächlich interaktiv mit den Kindern. So eine Show sollten wir später noch einmal sehen, aber ich kann mir bis jetzt nicht erklären wie der Mann hinter den Kulissen die richtigen Animationen erzeugte… Den Trick für die korrekt zur Sprache passenden Mundbewegungen konnten wir uns da schon eher ungefähr vorstellen.
Die Kinder waren begeistert und stellten Crush allerhand fragen und unterhielten sich mit ihm, aber auch wir hatten unseren Spaß und denken, man sollte sich das auf jeden Fall mal anschauen – schon alleine wg. der faszinierenden Technik  🙂

Wir besuchten direkt danach das anliegende riesige Aquarium. Hier schwammen sogar Delfine (das fanden wir nicht so dolle) und viele andere Fische – an einer Stelle schaffte man es irgendwie Nemo und Dorie (seine blaue Freundin) IN das Wasser zu projizieren und überzeugend plastisch umher schwimmen zu lassen – keine Ahnung wie sie das geschafft haben. In einem Raum mit kleineren Aquarien gab es zwischen all den echten Fischen einen Bildschirm, auf dem wieder Nemo mit Freunden umherschwamm.

Hier kam mir zum ersten Mal der Gedanke, dass sich sicherlich einige der Kinder von den guten Tricks überzeugen lassen, so dass sie denken Nemo & Friends wären wirklich lebendig. Überhaupt hatten wir das Gefühl, dass viel mehr darauf geachtet wird, dass Kinder auch wirklich Kinder sein können – mit allem was dazu gehört … nämlich die Kindern vorbehaltene Freiheit an Märchen und Mythen zu Glauben – und wenn es nur der Glaube an den Weihnachtsmann ist. Dieser Eindruck sollte sich an einem anderen Tag in Disney´s Magic Kingdom noch verstärken.

Mission Space

Es wurde schon wieder dunkel und wir mussten uns entscheiden welchen Ride wir den Vorzug geben wollten. Wir wählten „Mission Space“ und entschieden uns von 2 verfügbaren Varianten für die „harmlosere“. Die Besucher wurden in 4er Teams eingeteilt. Katharina und ich bildeten jedoch ein eigenes Team und auf dem Weg zu unserem virtuellen Ride zum Mars gingen wir durch eine Anlage die uns glauben machen wollte, das wir uns einem Raumfahrtzentrum befanden. Wir stiegen in eine Kabine mit 4 Sitzen und jedem Sitz war ein Job zugeordnet. Ich nahm auf dem Sitz des Piloten Platz, Katharina war der Engineer 🙂 Wir schnallten uns fest, die Kabine schloss sich und ich glaube der Eindruck von der Enge im Cockpit eines heutiges Shuttles wurde ganz gut rübergebracht. Vor uns befanden sich etliche Schalter, deren Betätigung sogar teils mit Kontroll-anzeigen bestätigt wurde ! Ein herrlicher Spielplatz 🙂 Aber wir hatten eine Mission und auf dem kleinen Bildschirm erschien der Einsatzleiter im Kontrollzentrum. Der Countdown näherte sich der Null und die Triebwerke wurde gezündet, natürlich mit den passenden Geräuschen und Bewegungen wenn auch sicherlich 100x harmloser als in Wirklichkeit, aber spaßig ohne Ende.

Durch die kleinen Fenster konnten wir sehen, wie wir von unserer eigenen Kühlwasserdampfwolke eingehüllt wurden bis wir ihr schließlich in die Wolken und dann ins All entkamen, nachdem ich zwischendurch Stufe 2 und 3 zünden musste und Katharina die leer gebrannten Stufen abgesprengt hatte. Ein nicht vorhandener weiterer Spezialist schaltete die Energie in der Kabine ab kurz bevor wir für die Dauer des Flugs zum Mars in künstlichen Tiefschlaf versetzt wurden. Als die Kontrollen wieder angingen kam es uns vor als wären statt Monate nur Sekunden vergangen und wir leiteten die Landung ein.

Ihr merkt schon: Verpasst das auf keinen Fall wenn ihr im Epcot seid ! Nach der Rückkehr zur Erde und dem Verlassen der Kabine betraten wir ein ziemlich aufwendig gestaltetes Kontrollzentrum. Hier konnten wir sogar einen kurzen Film von uns im Weltraum per Email an Familie und Freunde versenden 🙂

Epcot: Mission Space / Mission to Mars

Eigentlich hatten wir vor im „Test Track“ mitzufahren, aber der Shuttle würde uns bald abholen und wir konnten uns die 40 Minuten Wartezeit nicht mehr leisten. Also fuhren wir zum Abschluss einfach nochmal „Spaceship Earth“.

(klicke auf das Bild um zu vergrößern)
Epcot: Der Goofy verabschiedet uns am Ausgang 😉

 

Gegen 20:45 Uhr wurden wir auf dem Parkplatz von unserem Shuttle abgeholt, was wirklich ziemlich bescheuert war, denn das Feuerwerk bzw. die Laser- und Lichtershow findet im Epcot erst um 21:30 Uhr statt. Im Nachhinein beurteilt hätten wir lieber die 12 $ Parkplatzgebühr zahlen sollen. Hinterher wird man halt schlauer. Wer  überlegt, via Hotel-Shuttle zum Park zu fahren, sollte unbedingt vorher überprüfen, wann dieser zurückfährt und ob diese Uhrzeit passt. Das Feuerwerk in div. Parks gibt es meistens kurz vor der Schließung des Parks.

Um 21:15 Uhr waren wir zurück im Hotel und nach kurzer Überlegung planten wir am nächsten Tag Seaworld zu besuchen.

[© by Jörg]

Link-Tipps:

  • Disney’s Epcot- Center bei Wikipedia (sehr gute Erläuterung der einzelnen Attraktionen!)
  • Disney World: Epcot Center  in Orlando
  • Epcot: World Showcase, gute Übersicht der einzelnen Pavillons (inkl. Fotos & der Parkkarte) gibt es hier: www.wdwinfo.com
  • Epcot: Future World, tolle Übersicht der einzelnen Attraktionen inkl. Bilder bei    www.wdwinfo.com
    Inhalt des Links:
    *  SOARIN‘.
    * Spaceship Earth
    * Honey I Shrunk the Audience
    * Test Track
    * Innoventions
    * Universe of Energy
    * Imagination!
    * The Land
    * The Seas with Nemo and Friends
    * Mission: Space

Ein Kommentar zu “16. TAG: Orlando: Disney World – Epcot

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