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Katharina & Joerg on tour

9. Tag: Jasper Nationalpark – Maligne Canyon, Lake & Medicine Lake

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Malinge Canyon

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Malinge Canyon

Als wir heute zum Frühstück runtergingen wurde ich plötzlich unsicher, ob dieses in unserer Buchung überhaupt enthalten war; alles war irgendwie so „fein“ und für diese Uhrzeit war hier auch wenig los. Ich fragte unter Angabe der Zimmernummer nach und –haha- wir hatten hier kein Frühstück inklusive, saßen aber schon an einem Tisch. Das Frühstücksbuffet sollte 39 CAN kosten, pro Person versteht sich 😉 Haha, witzig, das war zwar peinlich aber wir haben dann doch nur Tee und Kaffee bestellt, da wir nicht einsahen mehr als das Doppelte für ein Frühstück auszugeben.

Schon bei unserem kurzen Bummel gestern Abend hatten wir den Eindruck, dass hier alles sehr teuer ist, aber nun hatte ich endgültig den Eindruck in einem Nobelferienort zu sein.

Maligne Canyon

Schwamm drüber. Trotz grauem Himmel wollten wir heute zum  Maligne Canyon „ein wenig kraxeln“. Also auf zum Canyon, der höchstens 10 Fahrminuten von Jasper entfernt beginnt. Entsprechend einiger Tipps aus dem Internet fuhren wir bis zur 5.Brücke (man kann tatsächlich jeden Teilabschnitt des Wanderwegs mit dem Auto erreichen und dort parken, also ähnlich gemütlich wie in den USA) . Wir begannen also an der 5. Brücke unsere Wanderung hoch zur ersten Brücke und dem dortigen Restaurant und Parkplatz, von dem aus man sich sogar zu seinem Auto zurück fahren lassen kann – in diesem Punkt sind sich Amis und Kanadier wohl ähnlicher als ihnen lieb ist  😉

Malinge Canyon - Bärenspuren

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Malinge Canyon

Katharina: Recht am Anfang der Tour waren wir alleine auf unserer Route, erst einige Zeit später begegneten wir anderen Wanderern. Als wir einen schmalen Pfad folgten, entdeckten wir mitten auf dem Weg einen frischen Kothaufen. Mir wurde ein wenig mulmig, denn es war klar, dass ein Bär womöglich nicht weit entfernt war. Kurze Zeit später entdeckte ich einen Baum mit eindeutigen Spuren der Bärenkrallen. Wir mussten uns ab nun laut unterhalten, damit der Bär uns von weitem hören und sich zurückziehen könnte. Das ist wichtig wenn man hier in der Natur unterwegs ist! Man soll durch Geräusche auf sich aufmerksam machen, dazu kann man sich eine Bärenglocke kaufen oder sich eben laut unterhalten… bzw. singen… *räusper*, wie ich es tat. Wenn man leise ist und der Bär überrascht wird, kann er angreifen, weil er sich bedroht fühlt.

An jeder weiteren Brücke kann man die Seite des Canyons wechseln. Im Canyon fließt ein Wildfluss, der sich an manchen Stellen über kleinere Wasserfälle seinen Weg bahnt. Zu unserer Zeit gab es sogar hier und da noch Eisbrocken vom Winter zu sehen.

Am Medicine Lake

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Am Medicine Lake

Katharina: Für diese Tour sollte man einen halben Tag einplanen, wenn man die Tour ab der 5. Brücke beginnen will. Wenn man die Tour  ab der 3. Brücke machen will, sollte man mind.  2 Stunden einplanen. Man läuft den Weg nicht nur durch, hier und da gibt es schon etwas zu sehen. Wir hatten leider am Vormittag keine Sonne im Canyon, deshalb wirkte alles etwas farblos. Trotzdem war es eine nette Tour. Ich würde sagen, es ist kein Must-See wenn man im Jasper NP ist, aber wenn man hier ein paar Tage verbringt, auf jeden Fall einen Besuch wert. Je nach Tageszeit und Wetter kann man hier auch Tiersichtungen machen. Im Winter kann man man eine geführte Tour durch den gefrorenen Canyon machen. Die Schlucht des Canyons ist bis zu 55m tief und soll die spektakulärste der Rocky Mountains sein.

Nun wollten wir der Straße folgen und uns den Medicine Lake und den dahinter liegenden Maligne Lake anschauen.
Aber von vorne: Man fährt die ganze Zeit 60 km/h und kann eigentlich überall am Rand anhalten, aber wir waren erst schon etwas enttäuscht – nun sind wir in Kanada in der Pampa und bei unserer Wanderung haben wir nur 2 Eichhörnchen gesehen. Das sollte sich nun ändern 😉

Am Medicine Lake

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Am Medicine Lake

Tiersichtungen

Bär 1

Heute lernten wir dass das sicherste Zeichen für Tiersichtungen:  am Rand parkende Autos.  Am besten stellt man sich dazu und schaut in guter alter Schaulustigenmanier, was die anderen denn so beobachten 🙂 Noch bevor wir den Medicine Lake erreichten sahen wir vor uns also einen Pulk angehaltener Autos und ausgestiegener Leute. Als ich dann hoch sah, konnte ich gerade noch oben im Hang einen Bären verschwinden sehen. Schade, ABER ein erster Erfolg 🙂

Bär 2

Als wir den Medicine Lake entlang fuhren hielten wir zum 2. Mal: Ein Bär auf dem breiten Streifen zwischen Straße und dem See, etwa 20-30 m entfernt! Wir stiegen aus und hielten uns am Straßenrand. Ein Mann schlug sich tatsächlich ein paar Meter zwischen das Gestrüpp in Richtung Bär und wir sind bis heute sicher, dass er den Wettlauf zurück zum Auto verloren hätte. Darauf angesprochen, erklärte er, dass er näher ran müsse, weil seine Kamera nur einen 4-fach Zoom hätte. Das ist natürlich ein schlagendes Argument 😉

So langsam kam nun doch die Sonne raus. Wir fuhren weiter und erreichten den Maligne Lake, aber ehrlich gesagt hatte uns der Medicine Lake besser gefallen. Wir hielten uns auch nicht lange auf und kehrten um. Auf dem Rückweg hatten wir dank Sonne eine toll beleuchtete Kulisse mit den schneebedeckten Bergen.

amerikanischer Schwarzbär Jalsper Nationalpark

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amerikanischer Schwarzbär

Bär 3

Wieder ein Bär; diesmal hatten wir viel Zeit und konnten den Bär gut fotografieren. Er war wieder nur vielleicht 20 m von der Straße entfernt, graste und blickte ab und zu in unsere Richtung; man hörte ihn sogar schnaufen. Alle blieben wohl wissend nahe an der Reihe geparkter Autos.

Katharina: der Letzte Bär war toll! Er war völlig unbeeindruckt von der Menschenmasse, die ihn vom Straßenrand beobachtete. So lange und so nah konnten wir keinen Bären auf dieser Reise beobachten, obwohl wir noch einige sahen. Dieser hier war wohl an das Parkpublikum reichlich gewöhnt.

amerikanischer Schwarzbär Jasper Nationalpark Alberta

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amerikanischer Schwarzbär, hier sieht man ganz gut,
wie nah der Bär war.

Man muss  sich immer wieder daran erinnern, dass man hier mit wilden Tieren zu tun hat und kein Zaun dazwischen ist. Die Amerikanischen Schwarzbären gelten als weniger gefährlich, bewegen sich sehr gemütlich, können jedoch bei Bedarf eine  Geschwindigkeit von ca. 50 km/h erreichen. Besondere Vorsicht ist im Frühling geboten, wenn die Bären ihre Jungtiere hüten.

→ WICHTIG:

In allen Tierparks sind Fütterungen von Wildtieren strengstens verboten und werden mit Strafen von bis zu 2.000 CAN bestraft. Gleiche Strafe droht, wenn man in den Naturparks Müll zurücklässt, auch wenn es sich um ein Papierchen handelt. Das gilt für Kanada und USA.

Jasper Nationalpark Alberta

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Jasper Nationalpark Alberta

Medicine Lake

Der hübsche See liegt 1.436 m über dem Meeresspiegel und ist 7 km lang.  Der kalksteinreiche Boden des Sees saugt das Wasser auf und leitet dieses an ein  Untergrund-Entwässerungssystem (Karsthöhlen), so kann das Wasserspiegel des Sees über das Jahr um 20 m schwanken.

Die Indianer schrieben dieses Phänomen den Geistern zu, die dafür verantwortlich waren, dass das Wasser des Sees verschwindet und in 17 km Kilometern an einigen  Stellen wieder hoch kommt. Sie hielten es  für einen großen Zauber („Big Medicine“) , daher auch der Name.

Am See trafen wir eine Fotografin, die kleine Nager am Felsen fotografierte. Leider lag der See an diesem Tag noch im Nebel, trotzdem hat uns der Medicine Lake sehr gut gefallen.

Malinge Lake

Der Lake liegt 1.670 m über dem Meeresspiegel und ist mit 22 km Länge der größte See der Rocky Mountains. Hier kann man sich ein Kanu mieten und den See auf diese Weise selbst erkunden. Außerdem kann man hier für 55 CAN (p. P.) eine 90-min. Bootstour  unternehmen und die Spirit Island besuchen, die ein sehr beliebtes Fotomotiv ist. Die Tour dauert 30 min und man hat 10 min Aufenthalt auf der Insel. Leider haben wir diese Tour nicht gemacht, weil das Licht zu dieser Tageszeit ungünstig war und wir gerne (wenn) schon die optimalen Fotobedingungen haben wollten. Ein anderes Mal, bestimmt. Schließlich soll man immer einen Grund haben, um an einen schönen Ort wiederzukehren 😉

Jörg: Auf dem Rückweg zum Hotel haben wir noch Wild gesehen, welches die Straße kreuzte oder an ihr entlang lief:  Bis heute komme ich mit den verschiedenen Arten durcheinander; es waren wohl Wapitis. Dann gäbe es noch Rentiere und Elche, wobei die Weibchen wieder anders aussehen als die Männchen…, da wird es einem nicht leicht gemacht 🙂 Ich verallgemeinere mal zu „Deer“ oder „Wild“.

Pyramide Lake Jasper Nationalpark Alberta

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Pyramide Lake

Zurück auf dem Hotelparkplatz erwartete uns wie gestern schon ein pfeifendes murmeltierähnliches Wesen an seinem Erdloch und warnte uns wohl bloß nicht näher zu kommen 🙂 Der kleine Kerl hatte seine Wohnung 10 m vom Parkplatzrand in eine Wiese gegraben und würde die auch die nächsten Tage ständig bewachen.

Jasper Nationalpark Alberta Kanada

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unser Hotelparkplatzbewohner

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