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Katharina & Joerg on tour


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26. TAG: bye bye USA, bye bye Las Vegas…

Koffer packen. *heul, klammer, festkrall*. Wir beschäftigten uns einen Teil des Vormittags damit, die Kofferinhalte so zu verteilen dass es beim Verlust eines der Koffer nicht direkt Selbstmordgedanken gäbe. Alles was wichtig war, musste ins Handgepäck, darunter auch die mobile Festplatte mit den (wie wir später zu Hause feststellten) 11824 Fotos!!!

Während Katharina lecker amerikanische Vitamine (Donuts vom Vortag) frühstückte, offenbarte sich mir ein Problemchen.

 

Postkarten zu schreiben ist eine Sache. Die Briefmarken für 14 Karten zu organisieren ist eine andere. An der Rezeption verwies man mich nur auf den Automaten, der aber wiederum nur quarter schluckte. Aha, 3×14 quarter. Auf meine Nachfrage hin meinte man, ich könne ja im Casino wechseln gehen. Ansonsten gäbe es einen Laden einen Block weiter, der Briefmarken verkauft. Zum ersten Mal fühlte ich mich irgendwie abgespeist, ich werfe doch keine 42 Münzen in so ein Dingens. Nun ja, ich fuhr mit dem Murano zu dem Laden. Eigentlich heißt es, das man sich dort in der Gegend schon nicht unbedingt als Touri aufhalten sollte. Naja, ich bin dick, ich bin langhaarig, ich habe das Hemd aus der Hose und alle meinen immer warum ich so böse gucken würde wenn ich einfach entspannt bin. Das passt schon.

Dummerweise hatte der Laden keine Briefmarken mehr,  aber gegenüber, da gäbe es welche. Grummel. Also ging ich gerade zu Fuß rüber zu einer Art Bank oder so. Dort wartete ich erst mal bis jemand vor mir bedient wurde. Briefmarken? Nein, die verkaufen sie schon länger nicht mehr, aber am Ende des Blocks gibt ein ein Postoffice. Gna, grummel. Also ging ich in die angegebene Richtung, vorbei an vielen kleinen Läden. Im Augenwinkel sah ich an einem das Schild „We sell stamps.“. Bingo! Der Laden war so breit wie der Schwarze an der Theke lang und breit war. Ich muss dazu sagen, dass ich Schwarze einfach cool finde. 🙂 Er war gerade mit Handy am telefonieren und als er mich sah legte er ohne den Gesprächspartner zu informieren einfach auf die Theke. Naja, man kann das schlecht wiedergeben, aber mir hat es Spaß gemacht in so einem kleinen Laden mit einem für manche Leute wahrscheinlich unheimlichen schwarzen Schrank was zu kaufen. Während die Kreditkarte durchlief hob er noch mal den Hörer und meinte „I know exactly what you´re meaning.“ Was ich so deutete wie, „Ja klar Mann, laber du nur weiter.“. Stilecht verabschiedete ich mich mit einem „Thank you man“ und ich glaub das fand er gut 😀

Ab hier wurde es traurig und ich will das schnell abhandeln.

Zurück im Hotel luden wir die Koffer ein und checkten aus, fuhren zu Alamo und der Shuttle brachte uns zum Terminal 2. alles verlief reibungslos, wir starteten, pennten fast den ganzen Flug und ich weckte das halbe Flugzeugabteil als ich es wagte das Fensterrollo ausgerechnet über Grönland kurz aufzuziehen und gleißendes Licht alle blendete.

Boardcomputer des Mietautos meldete: 3.190,7 km und 53 Stunden und 42 min pure Fahrtzeit ab San Francisco. Den Zählerstand von dem ersten Mietwagen haben wir leider nicht notiert, da fuhren wir aber nur in Las Vegas damit rum.

Bye Vegas…

  

Nach der Landung begegneten wir ein paar unfreundlichen Leuten, ach ne, das ist in Deutschland ja normal. Wie lange es alleine dauerte bis wir in dem mies ausgeschildertem Frankfurter Flughafen den Weg zum richtigen Bahnsteig fanden, da teilweise an manchen Stellen abgesperrt war.

Schön wurde es erst wieder als wir zu Hause ankamen: Dort hatte Katharina´s Mom und ihre Schwester die Wohnung mit Herzchenballons, Teelichtern und Rosenblättern in Herzform auf dem Bett geschmückt und wir wurden mit Kaffee und Kuchen empfangen 🙂

Home Sweet Home

@ Home

Als Katharinas Vater uns vom Bahnhof abholte stellte ich fest, dass es wirklich stimmt: Hier ist alles so klein ! Die große Kreuzung am Friedrich Ebert Ring ist so groß wie eine Parkplatzkreuzung in den USA. Die Straßen hier sind eng ! Die Bürgersteige ein Witz ! Parkplätze am Fahrbahnrand, die angeblich den Verkehr bremsen sollen, ein Ärgernis.

In Deutschland muss man meistens für öffentliche Toilettengänge zahlen ! Gerade jetzt haben die immerhin bei McDonalds erst den free refill für Getränke eingeführt ! Wie fortschrittlich ! Aber für die Majo im Kölner Zoo sollte ich 40 cent hinlegen, undenkbar drüben ! In den USA gibt es selten Raser, sondern völlig entspanntes Fahren. Hier erwischt man sich nach spätestens 30 Minuten Fahrt wieder dabei einem anderen Fahrer „Arschloch“ hinterher zudenken. Beschleunigerspuren, die am Ortsanfang einfach zu einer neuen Spur werden und erst gegen Ende der Stadt wieder mit der letzten Ausfahrt verschwinden. Maximale Geschwindigkeit 75 Meilen, also 125km/h, aber auch für Lastwagen, so kommt es durch die insgesamt gleichmäßige Geschwindigkeit auf allen Spuren selbst bei dichtem Verkehr nicht zu Stress. Rechts überholen ist erlaubt (warum auch nicht?) – vielleicht wissen Amerikaner nicht, dass Paris nicht die Hauptstadt von Europa ist, aber in den praktischen Dingen die man alltäglich braucht und die das Leben ein bisschen einfacher machen haben sie uns einiges voraus. Keine Hinkelsteine auf Parkplätzchen, wo sie nichts verloren haben, dafür aber Anschlagsteine auf vielen Parkplätzen statt viel zu hohe Bordsteine. Es gab ständig so viele kleine Dinge wo ich einfach nur dachte: Bingo!

Das einzige Problem welches dort drüben besteht ist das soziale Netz. Soweit ich weiß kann man in Städten nur mit mehreren Jobs sein Auskommen haben – und dann hat man keine Freizeit. Aber selbst die alten Omas, die für ihre Zusatzrente noch arbeiten müssen haben einen Vorteil: Ich habe noch nie so viele fitte, aktive und moderne alte Menschen gesehen (zig Omis und Opis mit Baseballkappe, T-Shirt und Sportschuhen die mal eben im Zion Park an uns vorbeimarschiert sind). Arbeit scheint doch jung und gesund zu halten. Bei uns bauen die meisten alten Leute nach Rentenantritt schwer ab und ist dann erst mal der Partner gestorben ist es mit dem Lebensmut auch nicht mehr weit her.

Was mich dort sehr überraschte war, dass die Amis genau über ihre Schwachstellen bescheid wissen: über Fettleibigkeit und Gewalttätigkeit wird aufgeklärt, George Bush wird ständig auf die Schippe genommen und auch stark kritisiert. Und dass es im TV keine nackten Busen zu sehen gibt mag übertrieben erscheinen, allerdings werden dort wenigsten Grenzen gesetzt und gehalten, die hier mit den Jahren durch die privaten Sender immer mehr aufgeweicht wurden.

Nur wenn ich ausreichend für die Zukunft ausgesorgt hätte, würde ich dorthin auswandern. Dann aber sofort. Der Alltag ist dort drüben einfach leichter und durchdachter, intelligenter und auch entspannter.

Für uns steht jedoch fest, dass wir sicherlich noch mehrmals das Land der unbegrenzten Möglichkeiten besuchen werden.

Kommentar von Katharina:  Wie Recht Du damit hast, denn die Hochzeit in Las Vegas und die langen Flitterwochen im Südwesten der USA haben  in uns einen Nordamerika-Virus ausgelöst und uns fällt es schwer, sich für ein anderes Reiseziel zu begeistern. Wir waren inzwischen schon 5x über den großen  Teich geflogen (inkl. dieser Reise hier). In 2008 und 2009 in Florida, 2010 eine Rundreise über Vancouver, Jasper NP, Banff NP, Yellowstone und Seattle. In 2011 San Francisco & Monterey (CA). Die Reiseberichte werden im Blog nach und nach folgen.  Unsere Reisen nehmen so schnell noch kein Ende, die Reisekoffer warten stets auf ihren nächsten Einsatz 😉

Mein Resümee zur ersten USA-Reise. Atemberaubend! Ich war oft sprachlos wg. der großen Reizüberflutung. Amerika ist ein wunderschönes Land, mit einer sehr abwechslungsreicher Landschaft. Die vielen Weiten – die man in Deutschland kaum noch finden kann. Wir sind nur netten und hilfsbereiten Menschen begegnet. Das Wetter ist zwar sehr heiß und ich litt leider unter dem Sonnenstich, aber dafür hatten wir 25 Tage Sonnenschein. 
Die Entscheidung in Las Vegas sich nur zu zweit trauen zu lassen empfinden wir auch hinterher (6 Jahre später) für die richtige Entscheidung und würden es genauso wieder machen… und wer weiß, vielleicht werden wir es bald wieder tun… in dem wir unser Eheversprechen auffrischen. 😉

[Copyright by Katharina & Jörg]


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25. TAG: Vorletzter Tag in Las Vegas

Nach der Dusche habe ich vom letzten Traveller Scheck in der Tuscany Pizzeria eine große Mushroom + Ham Pizza besorgt für 10,95 + 2$ Trinkgeld besorgt. Nun schrieb ich endlich noch ein paar Postkarten.

Nach unserer Autowäsche gestern fuhren wir nach Westen, parallel zum Flughafen und plötzlich schwebte ein Jumbo vor uns über die Straße und das war verdammt beeindruckend vor der Stadtkulisse. Also beschlossen wir heute auf Flugzeugjagd zu gehen. Schließlich parkten wir an der Universität und warteten uns die Beine in den Bauch. Ich fragte ein paar Straßenarbeiter, wie oft denn hier ein Flieger rüberkommt, aber er erklärte uns, dass diese Bahn nur selten benutzt wird.  Mist. 😦
Okay, also fuhren wir nach Osten zum Anfang der Start- und Landebahn und probierten ein paar Parkplatzpositionen aus, von wo wir am besten die Brummer mit dem richtigen Hintergrund ablichten konnten. Es sind ein paar gute Fotos dabei herausgekommen, wenn auch nicht gerade vor einer Hotelkulisse. Und ich liebe den Sound, auch den der startenden Maschinen. Die besten Fotos gelangen uns vom Park im Südosten von LV direkt am Flughafengelände. Leider flog er aber nicht so tief wie am Vortag.

Schließlich fuhren wir südlich parallel zur Landebahn zurück zum Strip. Jetzt war die letzte Hoteltour angesagt. Für alle, die noch nicht in Las Vegas waren: Jedes Hotel auf dem Strip bietet Attraktionen, deshalb besichtigt man die Hotels und deren Casinos.

Wir fingen ganz im Süden des Boulevards an mit dem Mandalay. Ein echt schönes Hotel, aber von außen beeindruckender als von innen.

Mandalay Bay Hotel in Las Vegas

Mandalay Bay Hotel in Las Vegas

Mit der Monorail ging es zum benachbarten Luxor Hotel , der schwarzen Hotelpyramide. Schon interessant, aber innen irgendwie dunkel und nicht sehr gemütlich. Als ich sah, dass die Pyramide innen hohl ist, also alle Etagen nach innen offen, wollten wir mit dem Fahrstuhl fahren. Da kam gerade einer und wir stiegen ein. Oops, den kann man nur mit Zimmerkarte bedienen. Da stiegen noch 2 Gäste hinzu und wählten ein Stockwerk. Mit unschuldiger Miene meinten wir, das wäre das richtige und fuhren hoch. Nachdem wir oben zuerst zielstrebig eine Richtung einschlugen um keinen Verdacht zu erwecken blieben wir stehen und schauten über das Gelände hinunter in das innere der Pyramide. Wie gesagt, interessant, sollte man sich mal anschauen, aber zum übernachten einfach eine zu kühle Atmosphäre. Witzig war übrigens, dass der Fahrstuhl auch schräg fuhr, man hat sozusagen ein schräges Fahrgefühl 😀

Luxor Hotel in Las Vegas

Luxor Hotel im Inneren (Las Vegas)

Zurück zur Monorail und ab ins Excalibur . Dort haben wir uns etwas zu trinken gekauft und ich habe mir durch den Deckel des Bechers mein T-Shirt versaut. Toll, also hielt ich unauffällig die Arme verschränkt vor den auffälligen Fleck und wir suchten einen Klamottenladen. Ich kaufte also ein Las Vegas T-Shirt und konnte mich, nachdem ich einer Frau mein Problem gezeigt habe, direkt umziehen. Das Excalibur an sich war einfach öde. Es war an die Ritterzeit angelehnt, aber das hat uns nicht hinter dem Ofen hervor gelockt. Man sieht auch, dass das Hotel ein wenig in die Jahre gekommen ist. Von Außenoptik verspricht es einfach mehr.

Hotel Excalibur in Las Vegas

Wir gingen also über eine Fußgängerbrücke direkt rüber ins Hotel NewYork NewYork.  Dort kaufte Katharina vor der original Coyote Ugly Bar ein entsprechendes T-Shirt für ihre Schwester.  Ansonsten hat mich das Hotel auch nicht umgehauen; Katharina war aber begeistert. Im Shopping Bereich des Hotels gibt es leicht verkleinerte typische NY-Straßenzüge, sogar die Gullis dampfen. Hier gönnte Katharina sich noch einen Burger.

Hotel New York, New York in Las Vegas

Hotel New York, New York in Las Vegas

New York, New York in Las Vegas

 Wir kehrten zurück zum Auto im Mandalay Bay und fuhren ins MGM Grand Hotel, wo bald die Show Ká von Cirque du Soleil beginnen würde. Ich hatte bisher nur gehört dass das der beste Zirkus der Welt sein soll, mit nie gesehener Akrobatik. Ich konnte mir das schwer vorstellen. Normalerweise glaubt man nach einiger Erfahrung doch, das irgendwie alles gleich oder ähnlich ist. Las Vegas belehrte uns eines besseren.

Schon der riesige Theatersaal war beeindruckend. Zu den Seiten des vorderen Bereichs des Saals gab es Laufstege und hier gab es viel zu sehen. Um die Wartezeit zu verkürzen turnten und jagden sich hier Akrobaten quer über die mehretagigen Ebenen. Blitzschnelle wurde sich hier in fast unsichtbare Sicherheitsleinen eingehakt, runtergeschwungen und wieder ausgehakt während zu gleich Zeit ein Akteur am anderen Ende desselben Seils nach oben schwebte.

Zu der eigentlich Show kann ich nichts sagen;  aber sie war kein Zirkus um klassischen Sinn. Akrobaten erzählten hier eine fernöstliche Geschichte voller Tragik, Humor, Abenteuer die das Publikum und auch uns so mitgerissen hat, dass überall geschnieft wurde. Die Bühne bestand aus 2 großen runden frei dreh- und neigbaren Plattformen über einem unsichtbaren Abgrund. Dazu wurde es jedes mal spürbar KALT wenn die „Bösen“ auftauchten. Die Aufmachung, die Akrobaten, die phantasievolle Geschichte, der Bühnenschmuck … alles zusammen einfach unglaublich. Dagegen wirkt Starlight Express wie Theater der Grundschulabschlussklasse.

Nacherzählen geht einfach nicht, aber egal ob ihr Akrobaten oder Theater mögt oder nicht, tut Euch das bitte an auch wenn es mit 125$ teuer erscheint ! In Deutschland würde man für eine Zugfahrt, Karte und evtl. Übernachtung wesentlich mehr bezahlen ! Außerdem kosten die Musicalkarten fast genauso viel. Dort hat man es vor Ort und zahlt nur den reinen Eintritt ! Und eine Wandervorstellung von Ká kann niemals so beeindruckend sein wie in dem Theater, dass ganz auf die Darbietung abgestimmt ist ! Ich war so beeindruckt, dass ich danach erstmal gar nichts sprechen wollte um den Eindruck so lange wie möglich frisch zu halten.

Kommentar von Katharina: Inzwischen haben wir die  Show Ká von Cirque du Soleil mehrmals im deutschen Fernsehen gesehen. Meistens läuft es am späten Abend auf Sendern wie Arte, 3Sat, bzw. ZDF (neo) o. ä. Solltest Ihr über diese Sendung in der TV-Zeitschrift stolpern, ist es wirklich empfehlenswert sich diese Show anzuschauen. Es ersetzt zwar nicht die Live-Darbietung, aber absolut sehenswert.

Wir gingen noch um die Ecke in die Desert (Einkaufs-) Passage des Aladdin.

Kommentar von Katharina im Juli 2012: Leider existiert das Hotel Aladdin inzwischen  nicht mehr. Als wir 2006 in Las Vegas waren, befand sich das Hotel im Umbau in Planet Hollywood. Die Desert Passage sollte jedoch in der Form erhalten bleiben, jedoch unter dem neuen Namen:  Miracle Mile Shops. Inwiefern sich in der Zwischenzeit in der Passage was verändert hat, kann ich leider nicht sagen. Vielleicht kann ein Leser des Beitrags ein Kommentar zum aktuellen Stand abgeben. 

Gegen 23 Uhr und bei 32 Grad Celsius stiegen wir wieder in unseren Murano und fuhren zum Hotel Wynn.

Dort war alles sehr protzig, aber irgendwie hat uns das nicht gefallen. Lediglich die Kunstlandschaft mit den im flachen Wasser stehenden Menschen war nun des nachts interessant farbig abwechselnd beleuchtet. Die Autoausstellung des Hotel war um diese Zeit längst geschlossen, aber das war eh nicht unser Ding. Man konnte halt ein paar Ferraris durch die Scheiben sehen. Die haben wir zu Hause um die Ecke beim Händler auch 😛

Hotel Wynn in Las Vegas

Hotel Wynn in Las Vegas

Um 0:00 lagen wir für dieses Jahr zu letzten Mal in amerikanischen Betten.

[Copyright by Katharina & Jörg]

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24. TAG: Las Vegas & Fremont Street

Heute haben wir uns erst mal ordentlich ausgeschlafen. Dann sind wir bei 42 Grad Celsius ins Auto gestiegen und sind bei Terribles in den Carwash, weil wir den Wagen am nächsten Tag wenigstens grob gereinigt abgeben wollten. Zudem hatten wir auf der Heckscheibe ja noch „Just Married“ stehen und das musste nun leider auch weg, was auch problemlos funktionierte. Nun fuhren wir ins MGM Grand Hotel um die Karten für den Abend abzuholen, wir hatten nämlich schon zu Hause über´s Internet die Show Ká vom Cirque du Soleil gebucht. Zuerst gab es Probleme, denn offensichtlich hatte das Online-Buchunternehmen die Reservierung nicht an das Hotel weitergeleitet, aber uns wurde diskret und freundlich geholfen, so dass wir schließlich die Karten in den Händen hielten.

Die Eingangshalle von MGM Hotel

Wir cruisten noch mal den Strip in den Norden, denn ich wollte doch unbedingt mal in den „World´s Largest Gift Shop“. Der Shop war aber schließlich genauso large wie Bumbleberry´s in Springdale weltberühmt 😉 … und es gab nur Nippes.

Dann fuhren wir grade auch noch zu unserer Kapelle und kauften uns Aufkleber für´s Auto (Just married – A Special Memory Wedding Chapel) und ein kleines gelbes Rauten-Saugnapfschild „Newlyweds on board“. 2 Wochen zuvor hatten wir nämlich nach Stickern gefragt, aber die waren da gerade aus … aber wir sind ja hartnäckig und diesmal hatten wir Glück.

Unsere weitere Tour durch Vegas führte uns weit in den Nordwesten der Stadt. Wir sollten bei Ingrid, unserer Fotografin, endlich die Bilder abholen ! Wir landeten in einer ruhigen Gegend, scheinbar nur Einfamilienhäuser, die sich auch ziemlich ähnelten. Die Blocks waren von Mauern umgeben, die richtige Einfahrten hatten. Ordentlich, aber keine sehr gemütliche Wohngegend;  das Grün wie in den Alleen von L.A.  fehlte.  Las Vegas liegt halt eben mitten in der Wüste, Gras vor dem Haus bedarf sehr viel Pflege und viel Wasser.

Die Front von Ingrid´s Haus war hauptsächlich ihre Garage, vor der ihr roter Honda CRX-Flitzer stand. Links war dann der Eingang ins Haus, welches praktisch überwiegend hinter der Garage lag, und nicht wie bei uns üblich neben der Garage.

Innen erwartete uns eine superliebe Ingrid, die in ganz lässiger Hauskleidung in ihrer typischen Art umher hopste und uns auf ihrem MAC Stichproben unserer Fotos zeigte. Wir waren begeistert und verabschiedeten uns wenig später mit der DVD. Das ganze war mit 695$ nicht billig, aber es hat sich voll gelohnt. Wir haben eine Menge Hochzeiten miterlebt, aber niemand hat solche genialen Fotos. Katharina und ich sind uns einig: Viele investieren viel Geld in Feier und Kleid etc., aber ausgerechnet bei dem, was für Generationen erhalten bleibt wird meist gespart:  Bei den Fotos ! Dabei sind die teuren Fotografen nicht immer die besten … man muss halt die Fotos so weit wie möglich im Internet vergleichen. Zudem wollten wir nicht die üblichen konservativ-langweiligen Studio- oder Baumfotos *graus*.

Von Ingrid sind wir direkt zum Fremont Street Experience  gefahren, mitten im alten Zentrum von Las Vegas, bevor die neuen Hotels das Zentrum auf den Strip verschoben haben. Hier wirkt alles noch ein bisschen so wie in klassischen Casinofilmen. Statt Prunk eher viel Lämpchen und Neon … auch die Mädels, die zum Eintreten animieren wirken irgendwie verruchter. Und um 08:30 Uhr abends ging es dann los:  Auf dem 3 Blocks langen Dach über der Straße geht nach einigen Lichttests die Show los; zu Musik der 80er (die in den USA sowieso noch viel präsenter ist als in Deutschland) werden auf dem riesigen aus Millionen von LEDs bestehenden Bildschirm Videos gezeigt, wobei die weniger beeindruckend zu sein scheinen als die Größe der Vorstellung selbst.

Fremont Street

Schon um 9 sind wir wieder den Las Vegas Boulevard mal wieder nach Süden bis zum Las Vegas Schild gecruist und haben da noch kurz gehalten (da wir den Verkehr in der Stadt genossen, haben wir die Interstate bis auf ein einziges Mal gemieden).

Schließlich fuhren wir zurück in unser schönes Hotelzimmer.

 [Copyright by Katharina & Jörg]

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