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Katharina & Joerg on tour


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[5. TAG] Fahrt von Las Vegas zum Bryce Canyon

Um 9:15 Uhr frühstückten wir vorerst zum letzten Mal im French Garden des Orleans, aber wir planten hier in Zukunft weiterhin zu frühstücken, selbst wenn wir woanders in Las Vegas übernachten würden. Wir tankten und machten uns dann auf die etwa 450 km lange Strecke.
Die Fahrt zum Bryce Canyon

Zu den „herausragenden“ Ereignissen auf dieser Strecke zählte der Halt an einer Tankstelle mit Elektroartikeln in Cedar City (Love’s Travel Stop, 2645 Canyon Ranch Drive), an der wir uns endlich einen Adapter für den Anschluss von 2 USB-Geräten im Auto kauften.
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20. TAG: Zion Nationalpark & Tropic (Utah)

Eigentlich hatte ich beschlossen wegen Katharina (Sonnenstich) direkt weiter in Richtung Bryce Canyon zu fahren. Die Straße durch den Zion Nationalpark sollte ja auch  sehr schön sein. Nach einem Kaffee hat sich Katharina aber so gut erholt, dass wir uns mutig entschlossen den Shuttle in den Park zu nehmen. Zuerst frühstückten wir aber im weltberühmten  Bumbleberry´s (Pancakes mit hashed browns, eggs und bacon, Katharina wählte Toast mit eggs + bacon).  Super lecker !

Unser typisch amerikanisches Frühstück. Wir lieben es! Wer ohne  belegte Kornbrötchen oder Körnerbrot nicht leben kann, soll lieber zu Hause bleiben 😉

Mit dem Shuttle fuhren wir zum Visitor Center und entrichteten die 20 $ für den einwöchigen Parkausweis. Etliche Shuttles fahren in dem Park immer in die Runde und man kann an verschiedenen Stellen aussteigen. Die verschiedenen Wanderrouten die hier beginnen sind sehr klar nach verschiedenen Schwierigkeitsgraden eingestuft. Wir entschieden uns für „easy“ und stiegen am Lower Emerald Pool aus. Der Zion Park ist wirklich paradiesisch. Am unteren Pool fing sich in den rötlichen Felsen das Wasser, welches vom mittleren Pool herunter strömte.

Man trifft auf viele Erdhörnchen im Zion

Zion Nationalpark

Zion Nationalpark

Vom mittleren Pool fließt das Wasser an dem Fels herunter

 

Der Middle Emerald Pool im Zion

Der mittlere Pool wiederum füllte sich durch den oberen Pool. Beim unteren Pool jedoch musste Katharina wieder pausieren und Enttäuschung machte sich breit. Wir verfluchten die Hitze des Death Valley. Sie war aber so lieb fast eine Stunde auf mich zu warten, während ich mich zum mittleren und oberen Pool herauf schnaufte.

Katharina macht Pause und ich gehe von hier aus weiter alleine.

Ab hier war der Schwierigkeitsgrad schon mit „fortgeschritten“ angegeben und ich merkte deutlich, dass es nicht gut warm dass ich eine Flasche Wasser vergessen hatte. Doch ich sah mich kurz vorm Ziel und während einer kleinen Pause erholte ich mich und beschloss weiter zu gehen.

Zion Nationalpark. Ab hier begann der Weg für „Fortgeschrittene“

Es hatte sich wirklich gelohnt. Ein kleiner See mit klarem Wasser, der an 2 Seiten von steilen Felswänden umringt war. Ich sah kleine Echsen und zutrauliche Hörnchen. Ein paar Leute entspannten dort und es wirkte sicherlich merkwürdig, als ich dort ankam, ein paar Fotos schoss und wieder verschwand… Katharina wartete immerhin !

Zion Nationalpark: Upper Emerald Pool

Zion NP: Upper Emerald Pool

Auf dem Weg runter verplauschte ich mich zudem noch mit einem älteren Ehepaar. Die Frau kam aus Berlin und meinte, dass sie 20 Jahre kein deutsch mehr gesprochen hatte, also blieben wir beim englisch. Das Paar war das erste von mehreren Leuten, die mich auf meinem Weg hinab fragten, wie weit es denn noch sei und ob es sich lohne. Ich machte den Leuten jedes Mal >> es ist nicht weit <<  und grinste, weil es mir noch vor einer halben Stunde ebenso ergangen war. Den Rückweg  joggte ich teilweise um schneller voran zu kommen.

Als ich zu Katharina zurück kam, kehrten wir um, gingen langsam zurück zum Center und fuhren per Shuttle zu unserem Auto. Wie schade, hier alleine hätte man mehrere Tage verbringen können. Allerdings weiß ich, dass einige der Strecken für mich aufgrund meiner Höhenangst bei ungesicherten Abgründen absolut ungeeignet wären. Das ärgert mich selbst sehr, aber wenn ich schon die Schilder sehe, auf denen symbolhaft davor gewarnt wird, auszurutschen und abzustürzen, dann wird mir doch ganz anders.

Zion Nationalpark

Die weitere Straße durch den Zion Park war wie versprochen auch noch mal sehr schön und entspannend.

Zion NP

 Nun folgte der Weg nach Tropic in der Nähe vom Bryce Canyon. Ich hatte extra nicht das Ruby´s Inn  direkt am Park gebucht, sondern wollte in einer kleinen Stadt in der Nähe übernachten. Diese Wahl war aus unserer Sicht ein Volltreffer uns sicher eine Bereicherung. Wir checkten im „Bryce Valley Inn“ ein … ein sehr einfaches aber wie immer sauberes und ordentliches Hotel mit einem General Store und dem Restaurant „Hungry Coyote“  in direkter Nachbarschaft. Hier trafen wir auf wirklich einfaches Kleinstadtvolk und einige Klischees. Naja, wir waren in Utah und in diesem Ort gibt es nur zwei Restaurants! Als wir den Fernseher in unserem Zimmer sahen war sofort klar, dass wir gar nicht nach einer Fernbedienung suchen mussten … die gab es zu der Zeit nämlich noch nicht *g* Mit einem Drehknopf schaltete man ihn an und regelte gleichzeitig die Lautstärke. Die Sender und Bildeinstellungen justierte man ebenfalls per Drehknopf. Einfach nur kultig.

Bryce Valley Inn Motel – pure Nostalgie!

Und unser Fenster war schwer dreckig, aber das störte uns nicht wirklich und war durch den Staub draußen wahrscheinlich auch normal hier. Ach ja und die Badlüftung war einfach unheimlich laut 🙂 , aber wir nahmen das hier wirklich mit Humor.

Nun ja, wir gingen zum Abendessen in den „Hungry Coyote“ und ließen uns erst mal die Karte zeigen bevor wir uns einen Platz zuweisen ließen.

Zwischendurch bebte immer wieder mal der Holzboden wenn die dickste Frau (leider kein Foto), die wir jemals live gesehen haben (eine Bedienung) an uns vorbei ging. Wir waren so etwas ähnliches wie fasziniert, was für eine Landramme, und so ein unheimliches selbstbewusstes Auftreten ! Sie stemmte sich vor einem anderen Tisch die Hände in die Seiten, bog sich zurück und lachte laut über einen Witz.

Hungry Coyote von Außen

Inzwischen tippten wir darauf, dass dies ein Familienunternehmen war, und eine Frau gab vermutlich ihrer Tochter ein Zeichen, worauf sich diese brav vor uns Gäste stellte und einen Countrysong zum besten gab. (Die Sängerin auf dem Bild ganz hinten an der Wand angelehnt :))

Hungry Coyote – Restaurant

Was soll ich sagen, ich fand die ganze urtypisch erscheinende Atmosphäre einfach nur klasse ! Leider saß ich ungünstig und verpasste noch ein paar Sachen, über die besser Katharina berichten kann.

Kommentar von Katharina:  Die Sängerin flirtete während des Gesangs mit einem Jungen. Beide waren sich scheinbar bekannt. In der Gesangspause überbrachte ein kicherndes  Mädchen der Sängerin einen Zettel von dem Jungen. Daraufhin kicherten beide Mädchen. Es wirkte wie eine Szene aus der Serie „Unsere kleine Farm“, irgendwie unglaublich nicht aus dieser Zeit stammend und unheimlich süß. 

Ich entschied mich schließlich für´s Buffet und Katharina für eine andere Mahlzeit. Ich ging also zum Buffet und war erst ein wenig verdutzt, kurz verärgert und dann wieder belustigt. Auswahl gab es so gut wie nicht. Da waren halt Speck, Bohnen, Kartoffeln und Fleisch, ich weiß es nicht mehr genau. Jedenfalls sah jedes für sich nicht sehr appetitlich aus. Ihr kennt doch den Bohnenfraß aus den Bud Spencer und Terence Hill-Filmen, oder? 😉

Ich muss jedoch sagen, dass es einfach toll geschmeckt hat; man nennt so was wohl echte Hausmannskost.

Wir gingen zurück ins Zimmer und nach einer Dusche ging ich noch mal alleine raus und machte ein paar Abendfotos.

Ich schaute noch ein wenig TV während Katharina schon schlief. Zu dieser Zeit war ein gewisser gesuchter Warren Jeffs schwer in den Medien vertreten, ein Sektenoberhaupt der illegalerweise mehrfach verheiratet war und auch Kinder innerhalb seiner Mormonen-Gemeinde mit älteren Männern verheiratete. Er hatte sich mit seiner Gemeinde ein riesiges Grundstück gekauft und lebte darin praktisch autark und stark bewacht. Auf CNN wurde gerade in einem Talk besprochen, wie sehr der neue Film „Da Vinci Code“ doch eine Herausforderung an alle Christen ist Stärke zu beweisen, da sich 58% der Leute nach dem Film in ihrem Glauben geschwächt fühlen. Eine Unterhaltung dieser Art wäre hier gar nicht möglich, man würde diese Unterhaltung und die Argumente hier schon fast als Parodie auffassen.

Um 11:30 Montain Time war der Tag für uns zu Ende.

[Copyright by Katharina & Jörg]

Info-Links:


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19. TAG: Valley of Fire & Spring Dale bei Zion NP

Nachdem ich den Sonnenaufgang für eine spätere Zeitraffersequenz in unserem Urlaubsfilm gefilmt hatte, sind wir aufgebrochen und am Lake Mead entlang nach Norden in Richtung Valley of Fire gefahren. Dabei nutzten wir nicht die schnellere I-15 sondern fuhren über normale Landstraßen. Dabei sind wir radiomässig an einem schönen Jazz-Sender hängengeblieben, der für diese Art der Reise wirklich passend war, auch wenn wir sonst nichts mit Jazz am Hut haben.

Nur ein einziges Schild macht auf die Zufahrt ins Valley aufmerksam, aber wir fuhren erst mal daran vorbei nach Overton, einer amerikanischen Kleinstadt wie aus dem Bilderbuch. Wir sind extra bis zum Ortsausgang gefahren und haben dann erst gedreht um uns im McDonalds Salate zu gönnen.

Erst jetzt fuhren wir zurück ins Valley of Fire und hinterließen in einer Deposit Box 6$ Nationalparkgebühr – niemand war da um zu kontrollieren, aber es gab ein Schild in dem 75$ Nachlösegebühr fällig wären, wenn man sich erwischen ließe. Schon beim Death Valley fiel uns auf, dass niemand kontrolliert hatte, ob wir die 20$ dort an einem Automaten am Zabrieskie Point bezahlt hatten … und das kurz vor verlassen des Parks. Allerdings kann ich vorweg nehmen, dass wir das Valley of Fire westlich verließen und dort sehr wohl Boxen mit Parkwächtern standen, die unsere Beleg sehen wollten. Also versucht es besser nicht ohne Parkgebühr durch den National Park zu fahren. Zudem sind die Parks es wert, dass man für sie eine Gebühr an die Indianer zahlt.

Parkeinfahrt Valley of Fire

Valley of Fire

Valley of Fire

Valley of Fire

Valley of Fire

Wir dachten, wir hätten auf den Weg ins Death Valley schon eine lange gerade Landstraße erlebt, die sich immer bis zum Horizont erstreckte und dann, wenn man endlich die nächste Hügelkuppe erreichte, wieder bis zum Horizont verlief, aber nach verlassen des Valley of Fire gab es einen Highway der irgendwo in den fernen Bergen zu verschwinden schien – keine Ahnung welche Sichtweite das ungefähr gewesen sein mag, aber das muss man gesehen haben ! Nachdem wir Nevada verließen und für ca. 10 km über eine Ecke Arizonas fuhren waren wir in Arizona und wir genossen die Landschaft.

 

Der Weg nach Spring Dale / Zion NP

Unser Ziel war Springdale beim Zion National Park. Irgendwann passte sich die Straße der immer schöner werdenden Landschaft an und bekam einen warmen Braunton der gut zu der Farbe der Felsen und Berge passte;  richtig ungewohnt, wenn die Straße plötzlich nicht mehr grau ist ! Springdale ist ein Ort entlang der Straße und besteht zuerst fast nur aus Hotels und Restaurants. Allerdings hört sich das abschreckender an, als es ist: Alle Gebäude sind großzügig verteilt und passen durch ihre wunderschöne Holzbauart perfekt vor die Kulisse der großen Felsen von Zion.

 Zion Inn in Springdale

Katharina hatte immer noch mit Übelkeit zu kämpfen und sie lag mit einem Eisbeutelhandtuch um Bett während ich mich ein wenig in und um unser Hotel Best Western Zion Park Inn  umschaute und uns etwas zu essen besorgte.

Ich fuhr weiter zur Ortsmitte und fand dort das Bumbleberry´s laut Schild weltberühmt 😉 Von dort brachte ich einen Salat und 2 Muffins mit. Aus Langeweile filmte ich den Mondaufgang und schoss ein paar Langzeitbelichtungen bevor ich schließlich auch schlafen ging.

[Copyright by Katharina & Jörg]

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