✈ Reisek☀ffer 💼

Katharina & Joerg on tour


Hinterlasse einen Kommentar

[1. TAG] Vegas, so good to see you again ! … (?)

Abreisetag? Routine 🙂 Um 06:50 ging es zu Hause los, und auch dieses Jahr gab es ein kleines Hindernis: Zum ersten Mal haben wir bei den Airparks Frankfurt einen Parkplatz gemietet. Das Navi zeigte uns mitten in einem Wohngebiet an, dass wir unser Ziel erreicht hätten. Oh Mann, ok, also parken und die Telefonnummer der Airparks raussuchen. Die Lösung lag darin statt Hausnummer 131 statt 133 einzuprogrammieren. Laut Airparks „wäre das manchmal so“. Tatsächlich waren wir etwa 1 km weit entfernt gewesen…

Nun gut, Ende gut, alles gut. Wir meldeten uns an, erhielten eine PIN und parkten unseren Wagen in einem zutrittsgesicherten Parkhaus. Der Shuttle brauchte daraufhin nur 10 Minuten bis zum Flughafen.

Den Check-in bei Condor hatten wir schon online von zu Hause aus erledigt. Das erwies sich als sehr praktisch, den wir brauchten nur noch zum luggage drop off unsere Koffer abgeben und schlenderten schon kurze Zeit später durch Gate C9. Ungewohnterweise dauerten die Sicherheitskontrollen dann so lange, dass wir danach nur noch 30 Min warten mussten bis wir in unsere 767-300 stiegen und um Punkt 12:00 Uhr den Boden unter den Füßen verloren 😉
Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Vorwort zum Urlaub 2013 in den USA

Urlaub verschieben & Stornokosten

Aufgrund der schweren Krankheit einer unserer Katzen haben wir unseren Urlaub um ein paar Monate verschoben. Statt im Herbst 2012 ging es nun erst im April 2013 los. Dabei haben wir eins gelernt:

  • Buche möglichst nicht mehr bei Unternehmen, bei denen man nicht kostenlos stornieren kann.
    (dazu schreiben wir demnächst was in unserem USA-ABC)

Warum waren wir denn nun schon wieder in Las Vegas und einigen Nationalparks, die wir schon von der US-Tour 2006 kannten?

Zuerst wollten wir eigentlich alle 5 Jahre in Vegas unseren Hochzeitsschwur erneuern (Renewal). Nein nein, die Ehe läuft sonst nicht ab 😉 – wir wollten es einfach für uns. Doch 5 Jahre vergehen schnell und so wurden es eben verflixte 7 Jahre 🙂 Das passte sogar ganz gut, da wir auch nach 7 Beziehungsjahren heirateten.

Auf diese Weise war Vegas als Ziel schon mal klar. Dazu kam, dass wir uns in 2006 zu wenig Zeit für die Nationalparks genommen hatten. Zudem war Katharina durch die Auswirkungen eines vermutlichen Sonnenstichs stark eingeschränkt und konnte einen Teil der Reise nicht richtig genießen.

Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

26. TAG: bye bye USA, bye bye Las Vegas…

Koffer packen. *heul, klammer, festkrall*. Wir beschäftigten uns einen Teil des Vormittags damit, die Kofferinhalte so zu verteilen dass es beim Verlust eines der Koffer nicht direkt Selbstmordgedanken gäbe. Alles was wichtig war, musste ins Handgepäck, darunter auch die mobile Festplatte mit den (wie wir später zu Hause feststellten) 11824 Fotos!!!

Während Katharina lecker amerikanische Vitamine (Donuts vom Vortag) frühstückte, offenbarte sich mir ein Problemchen.

 

Postkarten zu schreiben ist eine Sache. Die Briefmarken für 14 Karten zu organisieren ist eine andere. An der Rezeption verwies man mich nur auf den Automaten, der aber wiederum nur quarter schluckte. Aha, 3×14 quarter. Auf meine Nachfrage hin meinte man, ich könne ja im Casino wechseln gehen. Ansonsten gäbe es einen Laden einen Block weiter, der Briefmarken verkauft. Zum ersten Mal fühlte ich mich irgendwie abgespeist, ich werfe doch keine 42 Münzen in so ein Dingens. Nun ja, ich fuhr mit dem Murano zu dem Laden. Eigentlich heißt es, das man sich dort in der Gegend schon nicht unbedingt als Touri aufhalten sollte. Naja, ich bin dick, ich bin langhaarig, ich habe das Hemd aus der Hose und alle meinen immer warum ich so böse gucken würde wenn ich einfach entspannt bin. Das passt schon.

Dummerweise hatte der Laden keine Briefmarken mehr,  aber gegenüber, da gäbe es welche. Grummel. Also ging ich gerade zu Fuß rüber zu einer Art Bank oder so. Dort wartete ich erst mal bis jemand vor mir bedient wurde. Briefmarken? Nein, die verkaufen sie schon länger nicht mehr, aber am Ende des Blocks gibt ein ein Postoffice. Gna, grummel. Also ging ich in die angegebene Richtung, vorbei an vielen kleinen Läden. Im Augenwinkel sah ich an einem das Schild „We sell stamps.“. Bingo! Der Laden war so breit wie der Schwarze an der Theke lang und breit war. Ich muss dazu sagen, dass ich Schwarze einfach cool finde. 🙂 Er war gerade mit Handy am telefonieren und als er mich sah legte er ohne den Gesprächspartner zu informieren einfach auf die Theke. Naja, man kann das schlecht wiedergeben, aber mir hat es Spaß gemacht in so einem kleinen Laden mit einem für manche Leute wahrscheinlich unheimlichen schwarzen Schrank was zu kaufen. Während die Kreditkarte durchlief hob er noch mal den Hörer und meinte „I know exactly what you´re meaning.“ Was ich so deutete wie, „Ja klar Mann, laber du nur weiter.“. Stilecht verabschiedete ich mich mit einem „Thank you man“ und ich glaub das fand er gut 😀

Ab hier wurde es traurig und ich will das schnell abhandeln.

Zurück im Hotel luden wir die Koffer ein und checkten aus, fuhren zu Alamo und der Shuttle brachte uns zum Terminal 2. alles verlief reibungslos, wir starteten, pennten fast den ganzen Flug und ich weckte das halbe Flugzeugabteil als ich es wagte das Fensterrollo ausgerechnet über Grönland kurz aufzuziehen und gleißendes Licht alle blendete.

Boardcomputer des Mietautos meldete: 3.190,7 km und 53 Stunden und 42 min pure Fahrtzeit ab San Francisco. Den Zählerstand von dem ersten Mietwagen haben wir leider nicht notiert, da fuhren wir aber nur in Las Vegas damit rum.

Bye Vegas…

  

Nach der Landung begegneten wir ein paar unfreundlichen Leuten, ach ne, das ist in Deutschland ja normal. Wie lange es alleine dauerte bis wir in dem mies ausgeschildertem Frankfurter Flughafen den Weg zum richtigen Bahnsteig fanden, da teilweise an manchen Stellen abgesperrt war.

Schön wurde es erst wieder als wir zu Hause ankamen: Dort hatte Katharina´s Mom und ihre Schwester die Wohnung mit Herzchenballons, Teelichtern und Rosenblättern in Herzform auf dem Bett geschmückt und wir wurden mit Kaffee und Kuchen empfangen 🙂

Home Sweet Home

@ Home

Als Katharinas Vater uns vom Bahnhof abholte stellte ich fest, dass es wirklich stimmt: Hier ist alles so klein ! Die große Kreuzung am Friedrich Ebert Ring ist so groß wie eine Parkplatzkreuzung in den USA. Die Straßen hier sind eng ! Die Bürgersteige ein Witz ! Parkplätze am Fahrbahnrand, die angeblich den Verkehr bremsen sollen, ein Ärgernis.

In Deutschland muss man meistens für öffentliche Toilettengänge zahlen ! Gerade jetzt haben die immerhin bei McDonalds erst den free refill für Getränke eingeführt ! Wie fortschrittlich ! Aber für die Majo im Kölner Zoo sollte ich 40 cent hinlegen, undenkbar drüben ! In den USA gibt es selten Raser, sondern völlig entspanntes Fahren. Hier erwischt man sich nach spätestens 30 Minuten Fahrt wieder dabei einem anderen Fahrer „Arschloch“ hinterher zudenken. Beschleunigerspuren, die am Ortsanfang einfach zu einer neuen Spur werden und erst gegen Ende der Stadt wieder mit der letzten Ausfahrt verschwinden. Maximale Geschwindigkeit 75 Meilen, also 125km/h, aber auch für Lastwagen, so kommt es durch die insgesamt gleichmäßige Geschwindigkeit auf allen Spuren selbst bei dichtem Verkehr nicht zu Stress. Rechts überholen ist erlaubt (warum auch nicht?) – vielleicht wissen Amerikaner nicht, dass Paris nicht die Hauptstadt von Europa ist, aber in den praktischen Dingen die man alltäglich braucht und die das Leben ein bisschen einfacher machen haben sie uns einiges voraus. Keine Hinkelsteine auf Parkplätzchen, wo sie nichts verloren haben, dafür aber Anschlagsteine auf vielen Parkplätzen statt viel zu hohe Bordsteine. Es gab ständig so viele kleine Dinge wo ich einfach nur dachte: Bingo!

Das einzige Problem welches dort drüben besteht ist das soziale Netz. Soweit ich weiß kann man in Städten nur mit mehreren Jobs sein Auskommen haben – und dann hat man keine Freizeit. Aber selbst die alten Omas, die für ihre Zusatzrente noch arbeiten müssen haben einen Vorteil: Ich habe noch nie so viele fitte, aktive und moderne alte Menschen gesehen (zig Omis und Opis mit Baseballkappe, T-Shirt und Sportschuhen die mal eben im Zion Park an uns vorbeimarschiert sind). Arbeit scheint doch jung und gesund zu halten. Bei uns bauen die meisten alten Leute nach Rentenantritt schwer ab und ist dann erst mal der Partner gestorben ist es mit dem Lebensmut auch nicht mehr weit her.

Was mich dort sehr überraschte war, dass die Amis genau über ihre Schwachstellen bescheid wissen: über Fettleibigkeit und Gewalttätigkeit wird aufgeklärt, George Bush wird ständig auf die Schippe genommen und auch stark kritisiert. Und dass es im TV keine nackten Busen zu sehen gibt mag übertrieben erscheinen, allerdings werden dort wenigsten Grenzen gesetzt und gehalten, die hier mit den Jahren durch die privaten Sender immer mehr aufgeweicht wurden.

Nur wenn ich ausreichend für die Zukunft ausgesorgt hätte, würde ich dorthin auswandern. Dann aber sofort. Der Alltag ist dort drüben einfach leichter und durchdachter, intelligenter und auch entspannter.

Für uns steht jedoch fest, dass wir sicherlich noch mehrmals das Land der unbegrenzten Möglichkeiten besuchen werden.

Kommentar von Katharina:  Wie Recht Du damit hast, denn die Hochzeit in Las Vegas und die langen Flitterwochen im Südwesten der USA haben  in uns einen Nordamerika-Virus ausgelöst und uns fällt es schwer, sich für ein anderes Reiseziel zu begeistern. Wir waren inzwischen schon 5x über den großen  Teich geflogen (inkl. dieser Reise hier). In 2008 und 2009 in Florida, 2010 eine Rundreise über Vancouver, Jasper NP, Banff NP, Yellowstone und Seattle. In 2011 San Francisco & Monterey (CA). Die Reiseberichte werden im Blog nach und nach folgen.  Unsere Reisen nehmen so schnell noch kein Ende, die Reisekoffer warten stets auf ihren nächsten Einsatz 😉

Mein Resümee zur ersten USA-Reise. Atemberaubend! Ich war oft sprachlos wg. der großen Reizüberflutung. Amerika ist ein wunderschönes Land, mit einer sehr abwechslungsreicher Landschaft. Die vielen Weiten – die man in Deutschland kaum noch finden kann. Wir sind nur netten und hilfsbereiten Menschen begegnet. Das Wetter ist zwar sehr heiß und ich litt leider unter dem Sonnenstich, aber dafür hatten wir 25 Tage Sonnenschein. 
Die Entscheidung in Las Vegas sich nur zu zweit trauen zu lassen empfinden wir auch hinterher (6 Jahre später) für die richtige Entscheidung und würden es genauso wieder machen… und wer weiß, vielleicht werden wir es bald wieder tun… in dem wir unser Eheversprechen auffrischen. 😉

[Copyright by Katharina & Jörg]