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Katharina & Joerg on tour


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25. TAG: Vorletzter Tag in Las Vegas

Nach der Dusche habe ich vom letzten Traveller Scheck in der Tuscany Pizzeria eine große Mushroom + Ham Pizza besorgt für 10,95 + 2$ Trinkgeld besorgt. Nun schrieb ich endlich noch ein paar Postkarten.

Nach unserer Autowäsche gestern fuhren wir nach Westen, parallel zum Flughafen und plötzlich schwebte ein Jumbo vor uns über die Straße und das war verdammt beeindruckend vor der Stadtkulisse. Also beschlossen wir heute auf Flugzeugjagd zu gehen. Schließlich parkten wir an der Universität und warteten uns die Beine in den Bauch. Ich fragte ein paar Straßenarbeiter, wie oft denn hier ein Flieger rüberkommt, aber er erklärte uns, dass diese Bahn nur selten benutzt wird.  Mist. 😦
Okay, also fuhren wir nach Osten zum Anfang der Start- und Landebahn und probierten ein paar Parkplatzpositionen aus, von wo wir am besten die Brummer mit dem richtigen Hintergrund ablichten konnten. Es sind ein paar gute Fotos dabei herausgekommen, wenn auch nicht gerade vor einer Hotelkulisse. Und ich liebe den Sound, auch den der startenden Maschinen. Die besten Fotos gelangen uns vom Park im Südosten von LV direkt am Flughafengelände. Leider flog er aber nicht so tief wie am Vortag.

Schließlich fuhren wir südlich parallel zur Landebahn zurück zum Strip. Jetzt war die letzte Hoteltour angesagt. Für alle, die noch nicht in Las Vegas waren: Jedes Hotel auf dem Strip bietet Attraktionen, deshalb besichtigt man die Hotels und deren Casinos.

Wir fingen ganz im Süden des Boulevards an mit dem Mandalay. Ein echt schönes Hotel, aber von außen beeindruckender als von innen.

Mandalay Bay Hotel in Las Vegas

Mandalay Bay Hotel in Las Vegas

Mit der Monorail ging es zum benachbarten Luxor Hotel , der schwarzen Hotelpyramide. Schon interessant, aber innen irgendwie dunkel und nicht sehr gemütlich. Als ich sah, dass die Pyramide innen hohl ist, also alle Etagen nach innen offen, wollten wir mit dem Fahrstuhl fahren. Da kam gerade einer und wir stiegen ein. Oops, den kann man nur mit Zimmerkarte bedienen. Da stiegen noch 2 Gäste hinzu und wählten ein Stockwerk. Mit unschuldiger Miene meinten wir, das wäre das richtige und fuhren hoch. Nachdem wir oben zuerst zielstrebig eine Richtung einschlugen um keinen Verdacht zu erwecken blieben wir stehen und schauten über das Gelände hinunter in das innere der Pyramide. Wie gesagt, interessant, sollte man sich mal anschauen, aber zum übernachten einfach eine zu kühle Atmosphäre. Witzig war übrigens, dass der Fahrstuhl auch schräg fuhr, man hat sozusagen ein schräges Fahrgefühl 😀

Luxor Hotel in Las Vegas

Luxor Hotel im Inneren (Las Vegas)

Zurück zur Monorail und ab ins Excalibur . Dort haben wir uns etwas zu trinken gekauft und ich habe mir durch den Deckel des Bechers mein T-Shirt versaut. Toll, also hielt ich unauffällig die Arme verschränkt vor den auffälligen Fleck und wir suchten einen Klamottenladen. Ich kaufte also ein Las Vegas T-Shirt und konnte mich, nachdem ich einer Frau mein Problem gezeigt habe, direkt umziehen. Das Excalibur an sich war einfach öde. Es war an die Ritterzeit angelehnt, aber das hat uns nicht hinter dem Ofen hervor gelockt. Man sieht auch, dass das Hotel ein wenig in die Jahre gekommen ist. Von Außenoptik verspricht es einfach mehr.

Hotel Excalibur in Las Vegas

Wir gingen also über eine Fußgängerbrücke direkt rüber ins Hotel NewYork NewYork.  Dort kaufte Katharina vor der original Coyote Ugly Bar ein entsprechendes T-Shirt für ihre Schwester.  Ansonsten hat mich das Hotel auch nicht umgehauen; Katharina war aber begeistert. Im Shopping Bereich des Hotels gibt es leicht verkleinerte typische NY-Straßenzüge, sogar die Gullis dampfen. Hier gönnte Katharina sich noch einen Burger.

Hotel New York, New York in Las Vegas

Hotel New York, New York in Las Vegas

New York, New York in Las Vegas

 Wir kehrten zurück zum Auto im Mandalay Bay und fuhren ins MGM Grand Hotel, wo bald die Show Ká von Cirque du Soleil beginnen würde. Ich hatte bisher nur gehört dass das der beste Zirkus der Welt sein soll, mit nie gesehener Akrobatik. Ich konnte mir das schwer vorstellen. Normalerweise glaubt man nach einiger Erfahrung doch, das irgendwie alles gleich oder ähnlich ist. Las Vegas belehrte uns eines besseren.

Schon der riesige Theatersaal war beeindruckend. Zu den Seiten des vorderen Bereichs des Saals gab es Laufstege und hier gab es viel zu sehen. Um die Wartezeit zu verkürzen turnten und jagden sich hier Akrobaten quer über die mehretagigen Ebenen. Blitzschnelle wurde sich hier in fast unsichtbare Sicherheitsleinen eingehakt, runtergeschwungen und wieder ausgehakt während zu gleich Zeit ein Akteur am anderen Ende desselben Seils nach oben schwebte.

Zu der eigentlich Show kann ich nichts sagen;  aber sie war kein Zirkus um klassischen Sinn. Akrobaten erzählten hier eine fernöstliche Geschichte voller Tragik, Humor, Abenteuer die das Publikum und auch uns so mitgerissen hat, dass überall geschnieft wurde. Die Bühne bestand aus 2 großen runden frei dreh- und neigbaren Plattformen über einem unsichtbaren Abgrund. Dazu wurde es jedes mal spürbar KALT wenn die „Bösen“ auftauchten. Die Aufmachung, die Akrobaten, die phantasievolle Geschichte, der Bühnenschmuck … alles zusammen einfach unglaublich. Dagegen wirkt Starlight Express wie Theater der Grundschulabschlussklasse.

Nacherzählen geht einfach nicht, aber egal ob ihr Akrobaten oder Theater mögt oder nicht, tut Euch das bitte an auch wenn es mit 125$ teuer erscheint ! In Deutschland würde man für eine Zugfahrt, Karte und evtl. Übernachtung wesentlich mehr bezahlen ! Außerdem kosten die Musicalkarten fast genauso viel. Dort hat man es vor Ort und zahlt nur den reinen Eintritt ! Und eine Wandervorstellung von Ká kann niemals so beeindruckend sein wie in dem Theater, dass ganz auf die Darbietung abgestimmt ist ! Ich war so beeindruckt, dass ich danach erstmal gar nichts sprechen wollte um den Eindruck so lange wie möglich frisch zu halten.

Kommentar von Katharina: Inzwischen haben wir die  Show Ká von Cirque du Soleil mehrmals im deutschen Fernsehen gesehen. Meistens läuft es am späten Abend auf Sendern wie Arte, 3Sat, bzw. ZDF (neo) o. ä. Solltest Ihr über diese Sendung in der TV-Zeitschrift stolpern, ist es wirklich empfehlenswert sich diese Show anzuschauen. Es ersetzt zwar nicht die Live-Darbietung, aber absolut sehenswert.

Wir gingen noch um die Ecke in die Desert (Einkaufs-) Passage des Aladdin.

Kommentar von Katharina im Juli 2012: Leider existiert das Hotel Aladdin inzwischen  nicht mehr. Als wir 2006 in Las Vegas waren, befand sich das Hotel im Umbau in Planet Hollywood. Die Desert Passage sollte jedoch in der Form erhalten bleiben, jedoch unter dem neuen Namen:  Miracle Mile Shops. Inwiefern sich in der Zwischenzeit in der Passage was verändert hat, kann ich leider nicht sagen. Vielleicht kann ein Leser des Beitrags ein Kommentar zum aktuellen Stand abgeben. 

Gegen 23 Uhr und bei 32 Grad Celsius stiegen wir wieder in unseren Murano und fuhren zum Hotel Wynn.

Dort war alles sehr protzig, aber irgendwie hat uns das nicht gefallen. Lediglich die Kunstlandschaft mit den im flachen Wasser stehenden Menschen war nun des nachts interessant farbig abwechselnd beleuchtet. Die Autoausstellung des Hotel war um diese Zeit längst geschlossen, aber das war eh nicht unser Ding. Man konnte halt ein paar Ferraris durch die Scheiben sehen. Die haben wir zu Hause um die Ecke beim Händler auch 😛

Hotel Wynn in Las Vegas

Hotel Wynn in Las Vegas

Um 0:00 lagen wir für dieses Jahr zu letzten Mal in amerikanischen Betten.

[Copyright by Katharina & Jörg]

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