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Katharina & Joerg on tour


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20. TAG: Nordosten des Yellowstone Nationalparks

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Traditionell, wie an jedem Morgen kurz nach dem Yellowstone Westeingang zum Park stehen wir 2x im Stau. Den ersten am Adlernest (der Adler war sogar anwesend), den zweiten Stau verursachte mal wieder eine Bisonherde, die heute gemütlich die Straße entlang spazierte und sich von nichts und niemanden dabei stören liess. Die Autos fuhren brav hinterher oder überholten das ein oder andere Tier vorsichtig.

Hier wird eindeutig klar, wem dieser Park gehört 😉

Tower Falls Trail

Wir hielten heute nochmal kurz an den Tower Falls  und liefen den Trail entlang. Die Tower Falls ist ein Wasserfall, der  im Tower Creek ca.40 m in die Tiefe fällt. Von diesem Haltepunkt aus konnten wir weniger den Wasserfall an sich bewundern, wie an  Tag 17. Von hier aus hatten wir jedoch einen herrlichen Ausblick über den Park.

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Tower Falls Trail

Nordöstlicher Parkeingang

Direkt in der Nähe der Tower Falls gibt es einen Abzweig zum nordöstlichen Parkeingang am Silver Gate. Dort wollten wir heute hin.

Auf dem Weg dahin hielten wir wieder an einem Auflauf von Autos und da stand auch wieder der Mann für National Geographic, den wir gestern getroffen hatten. Dem erzählten wir, dass wir 10 Meilen südlich von seiner Position gestern die Bärin mit den 2 Jungen gesehen hatten. Er fragte mich direkt, ob die Kleinen zwei weiße Ringe hatten. Ja, das hatten sie allerdings – er kannte die Tiere 🙂 Naja, wenn er jeden Tag hier draußen ist … 🙂

Schon alleine der Mann war mit seinem aufgebauten schweren Stativ für uns ein Zeichen, dass es hier etwas zu sehen gab. Hier mussten wir allerdings einen Hang hinunterkraxeln, aber mehr als Bewegungen zwischen den entfernteren Bäumen konnte man in dem bewaldeten Tal zuerst nicht sehen. Und dann, nur ganz kurz eine Grizzly-Bärin mit 2 Jungen. Ich habe die Bärin nur kurz durch die Kamera gesehen; die Kleinen hatte Katharina entdeckt.

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Bisons

Auf der sehr schönen Strecke zwischen den Tower Falls und dem Silver Gate gibt es schöne weite Flächen und man hat fast immer Bisons in Sichtweite. An einem kleinen Parkplatz (Koordinaten für Google Maps 44.914614,-110.268906) hielten wir, weil von dort eine Herde recht gut zu beobachten war, die an dieser Stelle von dieser Seite aus den Lamar River überqueren wollte. Darunter waren scheinbar sehr junge Kälbchen und ein anderer Besucher meinte, dass das eine vielleicht erst 1-2 Tage alt wäre.

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Bisons-Mama ermuntert ihr Kalb zum Überqueren des Flusses in Lamar Valley

Zu diesem Zeitpunkt hatte der Fluss an dieser Stelle einen flachen Nebenkanal (wie ein Siel) mit einer Insel in der Mitte gebildet. Nach Überquerung des kleinen Kanals versammelten sich die Tiere dort und warteten auf den Rest der Herde. Das Schlusslicht bildete das kleinste Kälbchen, welches dem Wasser nicht traute. Seine Mutter war bei ihm geblieben und versuchte ihm sichtlich Mut zu machen, leckte es und stupste es vorsichtig mit der Nase Richtung Wasser. Das Kälbchen traute sich schließlich und die Mutter folgte ihm auf den Fuß.

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Lamar Valley

Wir lernten, dass Bisons sehr soziale Tiere sind und das konnten wir auch ständig beobachten. Wenn eine Herde durch die Lande zog stand immer ein Bulle etwas erhöht und beobachtete alles bevor er ihnen weiter folgte; als wenn er auf sie aufpasst.

Nun suchte einer der anderen Tiere eine geeignete Stelle um den Hauptfluss zu überqueren. Laut dem Mann neben mir sind Bisons gute Schwimmer.

An einer anderen Stelle erzählte man uns, dass man bis eben fast den ganzen Tag von hier aus 5 Wölfe und einen Bären hatte beobachten können. Der Menschenauflauf lichtete sich gerade wieder 🙂

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Die Landschaft im Nordosten vom Yellowstone Nationalpark
Ein Beispiel für einen Menschenauflauf, wenn etwas zu sehen gibt.

Auf dem Rückweg vom Silver Gate sichteten wir diesmal in recht kurzer Entfernung einen Braunbär (ich tue mich mit der Unterscheidung von Grizzly und braunem Schwarzbären recht schwer). Kurze Zeit später hörten wir schon von hinten die Polizeihupe (kurz angeschaltete Sirene), weil die Leute mal wieder beide Spuren blockierten und wir „verpieselten“ uns als Erste wieder 🙂

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Silver Gate – Nordosteingang zum Yellowstone Nationalpark

Der komplette Rückweg vom Silver Gate zum Westeingang dauerte etwa 3 Stunden bei etwa 40 mp/h.

Ausschau halten

Nun gegen Abend wollten wir die Zeit noch nutzen und stellten uns auf einen der Parkplätze am Madison River, von denen man eine große Ebene überblicken kann. Soviel wie hier los ist würde uns bestimmt etwas vor die Augen, Ferngläser und Kameralinsen laufen :-), warum sollte man dazu groß herumfahren? Hier sahen wir tatsächlich kurz einen Wolf auf der anderen Seite der Ebene.

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Ein Braunbär

Nach etwas Wartezeit wechselten wir zu einem 2.Parkplatz mit ähnlicher Aussicht und gerade als wir von hier wieder losfahren wollten bemerkten wir, dass direkt bei uns hinter einem Grashügel, keine 30 m entfernt, eine kleine Bisonfamilie mit einem Kalb stand. Wenn die Mutter sich im Staub wälzte, sprang das Kälbchen wild verspielt, wie ein junger Hund, um sie herum. Die beiden kämpften sogar spielerisch und der Kleine rammte seine Mama mit dem Kopf. Das war unglaublich witzig und wir verbrachten viel Zeit mit der Beobachtung dieser Familienidylle.

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Bisons-Mama mit ihrem Nachwuchs

Wir wechselten wieder zu Parkplatz Nr.1 und hier standen plötzlich einige Autos und Leute gingen auf die Ebene! Auf der anderen Seite des Madison Rivers war wieder der Wolf unterwegs. Er war relativ weit entfernt, aber mit dem Fluss dazwischen konnte man sich ihm bis auf etwa 100 m nähern. Wir gingen dafür sehr weit den Fluss entlang. Leider war es schon fast zu dunkel für Fotos, aber es machte Spaß ihn zu beobachten. Er suchte ständig die Wiese nach etwas ab, wahrscheinlich Erdlöcher und schien teilweise auch Erfolg zu haben.

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Wolf

Auf dem kurzen Weg zum Ausgang musste ich wegen einem Wapiti noch einmal ordentlich in die Eisen treten, so dass die Kamera durchs Auto flog. Es war schon fast dunkel und man muss schon bei Tageslicht auf kreuzende Tiere, plötzlich haltende Autos etc. sehr aufpassen… Im Dunkeln ist hier vom Fahren absolut abzuraten.

Das war unser letzter Tag im Yellowstone Nationalpark. Es waren wundervolle 5 Tage! Wir waren mit der Zeiteinplanung sehr zufrieden und ein kürzerer Aufenthalt sollte unserer Meinung nicht sein. Man könnte hier locker 2 Wochen verbringen und würde garantiert Tag für Tag mit beeindrückenden Tierbegegnungen und Naturschauspielen belohnt werden.

Für uns bleibt Yellowstone der schönste Nationalpark Nordamerikas. Wir werden ganz sicher wieder kommen, vielleicht zu einer anderen Jahreszeit.  Ein Besucher erzählte uns, dass er normalerweise meistens im April den Park besucht, weil zu dieser Zeit weniger Besucher im Parkt gibt und man wegen dem noch liegendem Schnee in den Höhenlagen noch mehr Tiere sichten kann. Die Tiere ziehen sich in den wärmeren Monaten auf die Berge zurück. Wenn in den Bergen noch viel Schnee liegt, halten sich die Tiere wegen der Nahrungssuche bevorzugt im Tal auf.

Link-Tipps:


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19. TAG: Yellowstone Northloop – North Entrance (Gardiner)

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Bisons verursachen Stau im Yellowstone

Heute tingelten wir nach dem traditionellen Stau am Adlernest hinter dem Westeingang im Uhrzeigersinn die Nordroute entlang, hielten kurz an der Angel Terrace und machten danach einen Ausflug zum nördlichen Eingang.

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Grizzly im Yellowstone NP

Auf dem Weg dahin passierten wir eine der großen Freiflächen und hielten wie üblich dort wo auch andere stoppten. Hier konnten wir in weiter Ferne einen dunklen Punkt im hohen Gras sehen. Es war eine Grizzlybärin. Erst durch den starken Zoom der Videokamera erkannten wir dass da noch mehr durchs Gras hopste … es waren 2 Junge! Aber sie waren einfach zu weit weg für uns. Ich unterhielt mich kurz mit einem von 2 Männern, die schwere Stative aufgebaut hatten und mit wettergeschützten Kameras Aufnahmen machten. Er meinte, er sammelte Filmmaterial für den National Geographic. Mit einem 45er Zoom kann man ja einige brauchbare Aufnahmen ergattern 🙂

Yellowstone Mammoth Springs

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Yellowstone Mammoth Springs

Mammoth Springs

Wir fuhren heute die Nordschleife andersrum als beim ersten Mal und kamen somit am Vormittag in Mammoth Springs an und hatten andere Lichtverhältnisse als beim letzten Besuch am Abend. Auch wenn man zum Sonnenaufgang und am Abend das beste Licht für die Fotos hat, konnten wir uns fotographisch etwas austoben.

North-Entrance (Gardiner)

Weiter ging´s. Auf dem Weg zum Nordeingang passiert man übrigens den 45. Breitengrad, also die Mitte zwischen Äquator und Nordpol. Zumindest stand das so auf einem Schild 🙂 Schon kurz vor Gardiner braute sich ein Unwetter zusammen und gerade als wir in den kleinen Ort direkt hinter dem Park-Eingang geparkt hatten schüttete es begleitet von zünftigem Blitz und Donner wie aus Eimern.

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Nordeingang zum Yellowstone Nationalpark

Der Donner klang durch die Berge übrigens überwältigend! Als der Regen etwas nachließ fuhren wir zurück in den Park. Bekanntermaßen verlässt das Wild nach dem Regen den Schutz der Wälder und grast auf den offenen Wiesen. Vor allem Katharina hoffte doch so sehr endlich einen männlichen Elch (Moose) mit Geweih zu sehen! Auch wenn man uns im Hotel sagte, dass man dazu Glück braucht, wollte Katharina nicht abreisen, bevor sie einen gesichtet hat. 🙂

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Yellowstone Nordeingang zum Park

Hirsch

An den Undine Falls war unser nächster Halt. Hier graste ein Hirsch mit riesigem Geweih, kam langsam immer näher zur Straße und war schließlich vielleicht nur noch 10 m von uns entfernt. Durch einen Abhang dazwischen waren wir aber relativ gut gegen Überraschungsangriffe geschützt. Wegen dem Tier war das Verkehrsaufkommen hier immens!

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Wapiti Hirsch am Straßenrand
und verursacht einen sehr langen Stau

Elch 🙂

Wie gewohnt fuhren wir mit etwa 50 km/h die Straße entlang und scannten mit Blicken die Flächen und Waldränder nach Tieren ab. Eine halbe Stunde später, am Floating Island Lake, meinte Katharina etwas dunkles im Wald gesehen zu haben. Direkt danach bemerkten wir 2 Autos am Straßenrand aus denen wieder riesige Objektive herausragten. Ja, hier war endlich ein Elch gesichtet worden. Man musste schon genau hinsehen und dann erkannte man ihn im Gehölz. Wir gingen die Wiese herunter und konnten beobachten, wie er sich langsam seinen Weg auf die Lichtung graste. Inzwischen hatten etliche Autos am Straßenrand hinter uns geparkt, es gab einen beidseitigen Stau und viele Leute kamen ebenfalls die Wiese herunter gelaufen. Wir waren nicht mehr alleine. Der Elch ließ sich kaum stören, auch wenn er schließlich im Laufschritt wieder im Wald verschwand. Die kürzeste Entfernung dürfte etwa 40 m gewesen sein.

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Elch (Moose) im Yellowstone NP

Nun räumten die Power Rangers, äh Park Ranger, wieder unter den Wildparkern auf (man muss beim Parken mit dem Auto auf jeden Fall hinter der weißen Randlinie zur Straße bleiben, wenn nicht gibt es einen Anschiss 🙂 ). Aus diesem Grund sollte man schon am besten einen Mietwagen mit reichlich Bodenfreiheit aussuchen, denn an manchen Stellen hat man sonst einfach verloren.

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North Loop Yellowstone
Auf dem Bild: neuer Wald nach dem Brand in 80er Jahren wächst langsam nach, am Straßenrand haben wir einen Felsengebirgshuhn gesichtet und ein Stück weiter überkreuzte ein Reh gemütlich die Straße

Etwas später hielten wir wieder und entdeckten einen braunen Bär mit zwei kleinen Jungtieren. Die Haltemöglichkeit hier war sehr schlecht, also fuhren wir 100 m weiter, parkten im Graben und liefen mit Kameras und Stativ zurück. Ausgerechnet fing es jetzt an zu regnen aber das machte uns mal eben gar nichts aus 🙂 Bewaffnet mit einer Einkaufstüte als Regenschutz konnten wir ein paar Fotoaufnahmen machen, auch wenn es schon am dämmern war.

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Grizllybärin mit Nachwuchs

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Wapitis mit Jungtieren

Nach dem heutigen Tag waren wir uns einig, dass man für Tiere unbedingt die Nordschleife vorziehen sollte. Die Südschleife ist für die vulkanischen Sehenswürdigkeiten und auf jeden Fall ein Muss. Hierfür sollte man mindestens einen, besser 2 Tage, Zeit nehmen. Für die Tierpirsch würden wir jederzeit die Nordroute vorziehen.

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Die Bisons versperren auch am Abend gerne die Straßen im Park

Heutige Tiersichtungen:  1x männlichen Elch (Moos), 1x Wapiti-Hirsch, mehrere Wapitidamen sogar mit Nachwuchs, zwei Grizzlybärinnen mit ihrem Nachwuchs und ein Felsengebirgshuhn (Blue Grouse).

Link-Tipps:


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18. TAG: Yellowstone – die Südroute – 2.Durchgang

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Excelsior Geysir Crater – gesichteter Coyote im Yellowstone Nationalpark

Es ist ein sonniger Morgen! Die Wettervorhersage meldet uns für heute 21 °C und einen strahlenden Sonnenschein!  Wir erleben, dass die Wetterschwankungen im Park von Tag zu Tag sehr groß sein können. Im Yellowstone muss man jederzeit mit plötzlichen Wetterwechseln rechnen. Durch die Höhenunterschiede erlebt man am selben Tag unterschiedliche Temperaturen, aber auch wenn man am Himmel keine Wolke sehen kann, sollte man auf ein Gewitter am Nachmittag vorbereitet sein. Die Lage des Yellowstone-Nationalparks in den Rocky Mountains wirkt sich stark auf das Klima aus.

Wir befuhren die Südroute. Unterwegs sahen wir recht weit entfernt ein Tier und vermuteten einen Wolf. Wir hielten an und beobachteten es eine Weile durch ein Fernglas und als es etwas näher kam, versuchten wir mit maximalen Zoom ein Foto zu schießen.  Es war ein Coyote!

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Excelsior Geysir Crater – Yellowstone Nationalpark

Excelsior Geysir Crater

Danach fuhren wir zum Midway Geysir Baisin, an dem wir vorgestern vorbeigefahren waren. Hier findet man zuerst den Excelsior Geysir Crater. Wenn man weiß, dass dieser Crater früher nur Excelsior Geysir hieß und der Größte weltweit war (mit einer Fontäne von bis zu 65 m Höhe), dann kann man sich eventuell denken, was zwischendurch passiert ist: Bei einem heftigen Ausbruch hat es ihm den Hut weggesprengt und nun ist es ein brilliantblauer kleiner See, eine heiße Quelle. Ein schöner Platz!

Grand Prismatic Spring

(beeindruckendes Fremdvideo → www.youtube.com)

Kaum zu toppen und mit 100 % Wiedererkennungswert ist allerdings die Grand Prismatic Spring. Ein 75 x 90 m großer See, der vom Zentrum aus bis zu den Rändern verschiedene kräftig schillernde Farben durchläuft. In der Mitte ist das Wasser tiefblau, zu den Rändern hin türkis und die Ränder –die „Ufer“ durchwandern alle Farbnuancen von gelb zu dunkelbraun. Dazu dampft die gesamte Oberfläche dieser weltweit drittgrößten heißen Quelle. Auf Holzstegen kann man recht nah heran und sich die leuchtend-orangenen Adern der Mineralablagerungen genau anschauen. Ein absolut faszinierender Ort!

Fährt man ein paar Meter weiter kann man auf einem Parkplatz parken und einem Pfad folgen, der zu einem kleinen Berg führt, den man hochkraxeln kann. Erst von hier sieht man die Quelle in ihrer gesamten Schönheit. Bei strahlendem Sonnenschein unübertrefflich 🙂

(Koordinaten des Aussichtspunkts für Google Maps) 44.523542,-110.839908

Grand Prismatic Spring. Klicke auf das jeweilige Bild, um zu vergrößern

Old Faithful Trail

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Old Faithful Trail
folgende Geysire auf dem Bild: Castle, Riverside, Crested, Grotto

Wir fuhren weiter ins Gebiet des Old Faithful und wanderten diesmal den gesamten Trail entlang. Hier gibt es überall dampfende Quellen, Schlote und bunte Seen oder Wasserlöcher wie zum Beispiel die Morning Glory. Diese heiße Quelle war eigentlich mal tiefblau… Die Leute warfen aber Müll hinein (??? !!!, dadurch wird das Ventil verstopft, was sich auf die Temperatur und damit die Färbung des Wassers durch Mikroorganismen auswirkt. Einmal im Jahr wird das Ventil der Quelle von Müll gereinigt. Unfassbar, wer wirft Müll dort hinein?! Diese Leute würde ich direkt auf einem Stuhl über dem Old Faithful für seine nächste Eruption festbinden.
Die Morning Glory erlebt man  in der  schönsten Farbe  am frühen Morgen (wie der Name schon verrät).

Vom Zustand der Morning Glory enttäuscht tröstete uns der Crested Pool uns darüber hinweg. (ein Fremdvideo). Der Pool präsentierte sich in schönen Farben und blubberte fröhlich vor sich hin.

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auf dem Bild: Morning Glory, Anemone Geysir und eine Bärentatze in der Nähe des Geysirs.

Ohne auf die Terminpläne zu achten kamen wir gerade rechtzeitig für den Ausbruch des Riverside Geysirs, der etwa 20 Minuten dauerte. Wir hatten Glück, denn es kommt alle 5½ – 6½ Stunden zum Ausbruch. Mal wieder zur richtigen Zeit und am richtigen Ort gewesen. 🙂

Heute haben wir auch endlich traditionell eine Tasse gekauft (nachdem wir uns lange in Kanada für keine entscheiden konnten) und zusätzlich noch 2 DVDs vom YNP. Ganz wichtig: Eine Übersichtskarte zur Bestimmung der wichtigsten Tiere, endlich, und eine Tierkarte von Yellowstone Park, um die Suche nach bestimmten Tieren zu erleichtern. Super!  🙂

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Old Faithfull – Yellowstone Nationalpark

Der Ausbruch von dem Old Faithful stand kurz bevor, also schauten wir uns das Spektakel sehr gerne zum zweiten Mal an.  Es ist immer wieder beeindruckend!

Weil wir dachten, dass wir den Südloop heute nicht fertig bekommen, sind wir kurzerhand Richtung Südausgang des YNP abgebogen (um dann einfach genauso wieder zurück zu fahren) und tatsächlich auch am Lewis Lake vorbei bis dorthin gefahren, aber als kurzes Fazit kann man sagen dass wir uns das hätten sparen können.

Bisonherde!

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Um etwa 21 Uhr befanden wir uns kurz vor dem Abzweig zum Westeingang als wir anhalten mussten, weil Bisons auf der Straße standen. Und es wurden immer mehr! Nacheinander kamen etwa 20-30 Bisons vom Madison Campground (!) und überquerte die Straße dicht zwischen den Autos. Als ein Bulle direkt auf mein Seitenfenster zugetrottet kam und mich anschaute, kurbelte ich es schnell hoch, bevor er noch den Kopf bei uns reinstecken würde. Sie liefen praktisch ohne Abstand zwischen den Autos durch. Hier wurde uns zum ersten mal bewusst, dass die Bullen scheinbar richtig auf den Rest der Herde aufpassen. Sie blockierten nacheinander die Fahrbahn bis die Kälbchen sicher die Straße passiert hatten, erst dann verliessen sie die Straße.

Es wäre interessant, wie das Leben mit den Bisons auf dem Campground in Yellowstone so ist, wenn man hier am Abend erlebt, dass eine riesige Herde diesen Platz überquert und das wohl nicht zum ersten mal.

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